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Göttingen „Ganz Südniedersachsen ist eine Fachwerklandschaft“
Die Region Göttingen „Ganz Südniedersachsen ist eine Fachwerklandschaft“
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22:46 14.01.2018
Juliane Hofmann, Geschäftsführerin des Fachwerk-Fünfecks. Quelle: r
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Northeim

- Was sind die wichtigsten Ergebnisse der Tagung von Freitag? 

Neben den historischen Innenstädten und Kulturdenkmalen stehen die Kommunen vor den Herausforderungen des sich immer stärker abzeichnenden demografischen Wandels. So stellte etwa Frithjof Look, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen in Einbeck, seine Planungsschwerpunkte vor, die von bezahlbarem Wohnen bis zur Gestaltung des öffentlichen Raumes reichten. Die Kurstadt Bad Gandersheim plant, im Jahr 2022 die Landesgartenschau auszurichten. Neben der Stadtortbelebung durch das angeschlossene Marketing geht es der Stadt nach Angaben von Fachbereichsleiter Jürgen Schnute vor allem darum, die Kuranlagen und Gärten in diesem Zuge zu modernisieren und wieder attraktiver zu gestalten. Für Uslar wurden die vergangenen 30 Jahre der Stadtsanierung bilanziert. Mit Hilfe öffentlicher Mittel und konsequenter Planung konnte das Stadtbild von Uslar deutlich aufgewertet werden. Ideen zur Standortbelebung, die auf wirtschaftlichen Überlegungen fußen, stellte Leerstandsmanager Alexander Rudnick vor. Dabei übernehmen Privatpersonen und Unternehmer zunächst ein Risiko in der Umgestaltung von Immobilien, um die zeitgemäße Nutzung zu gewährleisten.

Auch das Fachwerk-Fünfeck ist ein Projekt, das auf die Belebung der gesamte Region abzielt. Dabei spielen Wirtschaft, Handwerk, Stadtentwicklung und Tourismus eine entscheidende Rolle. Ich habe in meinem Vortrag die zurückliegenden zweieinhalb Jahre und die erzielten Ergebnisse zusammengefasst. 

- Welche Rolle spielt das Thema Denkmalschutz in diesem Problemfeld? 

Ganz Südniedersachsen ist eine Fachwerklandschaft. Viele der Klein- und Mittelzentren haben sogar flächendeckenden Denkmalschutz in den Innenstädten, andere verfügen über herausragende Einzeldenkmale. Für die Bewohner gehören diese Gebäude selbstverständlich zum Stadtbild und zu ihrer Heimat. Für die Besucher machen die Denkmale und das Stadtbild die Besonderheit der Region aus und stellen den Grund dar, warum es sich lohnt, die Städte zu besuchen. Denkmalschutz ist zur Erhaltung der Baukultur mit Auflagen durch die Behörde verbunden, bietet für die Besitzer aber auch die Chance, bei Sanierungen auf staatliche Fördermittel zugreifen zu können. Wir empfehlen dort die Rücksprache mit der unteren Denkmalbehörde der Städte. 

- Wie lässt sich das bauhistorische Fachwerk-Erbe der Region besser nutzen (unter den Aspekten Tourismus, Marketing, Kulturgeschichte etc.)?

 Im Projekt Fachwerk-Fünfeck haben wir für die fünf Partnerstädte Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim und Osterode am Harz ein Tourismuskonzept erstellen lassen. Innerhalb dessen wurde zunächst eine Analyse der touristischen Ausgangslage erstellt, sowie die Möglichkeiten der Vermarktung als Region untersucht. Als Stärken identifizierten die Fachleute die hohe und bedeutende Fachwerkdichte in allen fünf Städten, den Fachwerkflair der Altstädte, die weiteren touristischen Attraktionen, die reizvolle umgebende Landschaft sowie die zentrale Lage, gute verkehrstechnische Anbindung, die Anzahl der Beherbergungsbetriebe und die Einbindung in große touristische Verbände und Netzwerke.

Als eine der wichtigsten Empfehlungen des Konzeptes sind die Chancen zu werten, die sich durch die Zusammenarbeit der Städte ergeben. Die gemeinsame Darstellung der touristischen Angebote beispielsweise macht die Region für Touristen interessanter – deshalb haben wir auch als erste Konsequenz einen gemeinsamen Reiseführer erstellt und nun zu Weihnachten alle adventlichen Veranstaltungen in einer gemeinsamen Broschüre präsentiert. Außerdem haben wir den Bauhistoriker Elmar Arnhold mit der Erstellung der Publikation zur Entstehung unserer Innenstädte beauftragt. 

- Wie sehen die Finanzierungsperspektiven für das Fachwerk-Fünfeck aus?

 Die Bürgermeister der fünf Städte haben sich darauf geeinigt, dass jede Stadt im Jahr 2018 ein Budget von 25000 Euro zur Sicherung der Weiterführung des Projektes bereitstellt. Parallel laufen verschiedene Gespräche mit politischen Vertretern aus Land und Bund, um eine Anschlussförderung zu erwirken. Wegen der Wahlen und Koalitionsverhandlungen ist damit zu rechnen, dass man auf Ergebnisse noch etwas warten muss.

Von Matthias Heinzel

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