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Göttingen Falsche Goldbarren an Sparkasse Göttingen verkauft: Betrugsprozess wird neu aufgelegt
Die Region Göttingen Falsche Goldbarren an Sparkasse Göttingen verkauft: Betrugsprozess wird neu aufgelegt
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19:23 28.10.2019
Chinesische Fälschung eines Ein-Unzen-Goldbarrens des Schweizer Herstellers PAMP. Die Blisterpackung ist täuschend echt nachgeahmt, der falsche Barren aber doppelt so hoch wie das Original. Quelle: Gold&Co., Wien
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Göttingen

Ein ungewöhnlicher Betrugsfall wird an diesem Dienstag, 29. Oktober, vor dem Amtsgericht Göttingen verhandelt. Ein 21-jähriger Angeklagter muss sich dort wegen gewerbsmäßigen Betruges verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, der Sparkasse Göttingen im Herbst 2016 in zehn Fällen gefälschte Goldbarren und Goldmünzen angedreht zu haben, die er zuvor günstig im Internet ersteigert hatte. Der zur Tatzeit 18 Jahre alte Angeklagte soll auf diese Weise innerhalb von zwei Monaten rund 300.000 Euro eingestrichen haben.

Außerdem soll er gemeinsam mit seiner mitangeklagten Mutter über deren ebay-Konto drei weitere vergoldete Barren erworben haben. Die Mutter habe dann kurz vor Weihnachten 2016 versucht, auch diese Barren der Sparkasse als Massivgold zu verkaufen. Diesmal lehnte das Geldinstitut den Ankauf allerdings ab. Dort hatte man zwischenzeitlich Verdacht geschöpft und die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet, die umgehend gegen ihren Sohn ermittelten.

Das Amtsgericht hatte im vergangenen Jahr schon einmal über den Fall verhandelt, dann aber das Verfahren ausgesetzt. Damit wollte das Gericht den Beteiligten die Gelegenheit geben, außergerichtliche Vergleichsgespräche über die zivilrechtlichen Ersatzansprüche der Sparkasse zu führen, die durch einen sogenannten Adhäsionsantrag im Strafverfahren geltend gemacht wurden. Mittlerweile hätten der Angeklagte und die Sparkasse einen außergerichtlichen Vergleich geschlossen, teilte ein Gerichtssprecher mit. Über den Inhalt des zivilrechtlichen Vergleichs könne das Gericht keine weiteren Auskünfte erteilen. In dem neuen Prozess gehe es nur noch um die strafrechtlichen Aspekte.

Von Heidi Niemann

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