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Göttingen Familienzentrum Nikolausberg in Göttingen feiert Party im Baumhaus
Die Region Göttingen Familienzentrum Nikolausberg in Göttingen feiert Party im Baumhaus
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12:39 30.08.2019
Das Team der Kita und des Familienzentrums „Baumhaus“ mit Natalie Ackermann (an der Tür rechts) und Silvia Rümenapp (rechts) feiert in Nikolausberg zehnjähriges Bestehen. Quelle: r
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Göttingen

Das Team des Familienzentrums Nikolausberg feiert am Sonntag, 1. September, zehnjähriges Bestehen. Der Festtag beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Die Fete für alle im „Baumhaus“ startet um 15 Uhr.

Für alle bedeutet: Für jeden, der sich mit dem Familienzentrum verbunden fühlt und neugierig ist, sagt die Koordinatorin Silvia Rümenapp. Bereits um 11 Uhr wird das Team im Haus der evangelischen Gemeinde St. Nikolaus, dem Träger des Zentrums, einen Empfang geben.

Finanzierung in jedem Jahr ein Kraftakt

Im Haus an der alten Klosterkirche an der Augustinerstraße wird Ute Grigoleit-Lehmann anwesend sein – sie habe die Idee zur Gründung des Zentrums gehabt, so Rümenapp. Dabei sein werden Nikolausbergs Bürgermeisterin Karola Margraf (SPD) und Göttingens Bürgermeisterin Helmi Behbehani – nicht nur als offizielle Gratulanten: Beide wissen, ebenso wie die Vertreter des Fördervereins, der Eltern oder der Nikolausgemeinde, wie schwierig die jährliche Finanzierung der Arbeit und dass der Betrieb ein Kraftakt ist. Rümenapp erwartet etwa 70 Gäste.

„Unfassbar viele“ Vater-Kind-Nachmittage: Dieses Angebot ist seit der Gründung des Familienzentrums begehrt, sagt Koordinatorin Silvia Ackermann. Stockbrot am Lagerfeuer ist nur ein Beispiel. Quelle: r

Und ab 15 Uhr „hoffen wir auf 300 Besucher“, sagt die 48-Jährige – auch im Namen von Kita-Leiterin Natalie Ackermann. Auf dem Gelände von Kita und Familienzentrum „Baumhaus“ am Schlehdorn 2 soll es ein „fröhliches, besinnliches und ausgelassenes Jubiläumsfest für die ganze Familie“ geben. Rümenapp betont: „Am Nachmittag wird jede Generation vertreten sein.“

Die Einrichtung in Nikolausberg sei 2009 „eines der ersten evangelischen Familienzentren in und um Göttingen“ gewesen, so Rümenapp. „Mit dem Slogan ,Alles unter einem Dach‘ zeigten und zeigen wir deutlich, dass wir ein Miteinander in unserem Familienzentrum befürworten und dafür einstehen. Wir heißen alle Familien, alle Bürger und Institutionen, alle Menschen aus Nikolausberg und Göttingen unabhängig vom Bildungsstand, von Herkunft und Religion willkommen.“ Zum Gründerteam gehörten Leiterin Lehmann-Grigoleit, Koordinatorin Beate Siegl und Pastor Gert Liebenehm. Das Diakonische Werk sorgte für die Anschubfinanzierung – die galt für fünf Jahre.

Die Euphorie der Anfangszeit ist ungebrochen

„Dann fiel die befristete Projektfinanzierung aus, Gelder wurden gestrichen“, so Rümenapp. In der Folge seien aus der Vollzeitstelle Siegls „zuerst 17,5 Stunden, dann zwölf“ geworden. „Und meine Stelle reduzierte sich im Laufe der Jahre von 7,5 auf mittlerweile vier Stunden in der Woche“, so Rümenapp. Kurz: Weniger Zeit – der Aufwand bleibt. Trotzdem: Die Euphorie der Anfangszeit sei ungebrochen. „Ich könnte das nicht machen, wenn nicht mein Herz dafür brennen würde“, sagt die Koordinatorin, die als „Erzieherin im Gruppengeschehen der Kita“ arbeitet.

Leonhard schaut erst mal zu, wie Ann-Kathrin, Liam und Luca Schwalm das Osterbasteln von der Hand geht. Quelle: r

„Befürchtung und Sorge“ seien ständige Begleiter im Ringen um den Erhalt des Zentrums. Anträge, Gespräche, Öffentlichkeitsarbeit sind Mittel, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Rümenapp betont: „Ohne die finanzielle und seelische Unterstützung seitens der Nikolausberger Menschen, ohne die hilfreichen Vereine und Institutionen würde es das Familienzentrum schon seit Jahren nicht mehr geben.“ Bürger geben Geld, natürlich die Kirchengemeinde („fast die Hälfte aller Spenden“), „und auch die Stadt bringt sich mit ein“.

Die Freundinnen Johanna Schönitz und Aktiti Sharma freuen sich auf das „Jubiläumsfest“. Quelle: r

Alle jeden Alters werden am Sonntagnachmittag vor Ort sein: Von den Älteren der Seniorengruppe bis zu den Kleinsten und Kindern, für die es Bastel- und Werkangebote geben wird. Liedermacher Holger Kiesé („Kinderkonzerte, Familien-Mitmach-Konzerte“) spielt, und Aktive der Freiwilligen Feuerwehr stellen mobile Technik, Schläuche und „Wasser marsch“ vor. Der Förderverein veranstaltet eine Tombola. Rümenapp: „Wir feiern das Jubiläum und zeigen die Vielfalt Nikolausbergs.“

„Alle sozialen Schichten und unterschiedlichste Kulturen“

Das Familienzentrum ist von Montag bis Freitag, 7.30 bis 17 Uhr geöffnet. Die Eltern sind „mit viel Engagement, Ideenreichtum und Visionen“ an den Angeboten (auch an den Wochenenden) beteiligt – unter anderem: gewaltfreie Selbstverteidigung („fit für den Schulhof“), Tanzkurse für Eltern und Kinder, Deutsch- und Englischkurse, Fachvorträge mit pädagogischen und gesundheitspräventiven Themen, Kochkurse für Männer, „unfassbar viele“ Vater-Kind-Nachmittage, Mittagstisch mit Senioren, Workshops zu Ernährungs- und Erziehungsthemen („wie aus Kindern glückliche Erwachsene werden“) und einiges mehr. Die Angebote sind „interkulturell ausgerichtet“, so Rümenapp. Das Team unterstützt und berät Familien und Bürger bei „Alltagsproblemen“, biete Möglichkeiten für „Elternbildung, Entspannung“ und zum Austausch. Das „Baumhaus“ kooperiere mit der evangelischen Familienbildungsstätte, mit der BBS Ritterplan, der Kreismusikschule, arbeite mit Ergotherapeuten, Beratungsstellen und anderen Bildungseinrichtungen zusammen. Rümenapp: „Wichtig war und ist uns stets, dass wir uns als neutralen Ort der Begegnung für Eltern aller sozialen Schichten, unterschiedlichsten Kulturen und Sprachen sehen.“

Von Stefan Kirchhoff

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