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Göttingen Farben aus Steinen und Purpurschnecken
Die Region Göttingen Farben aus Steinen und Purpurschnecken
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18:55 12.12.2011
Farben, wie sie auch die alten Griechen hatten: Jorun Ruppel (rechts) und Bergemann erklären Jalda und Lorenz wie es geht. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

„Bunte Götter – Griechische Statuen farbig rekonstruiert“ war das Thema der Vorlesung. Bergemanns Helferinnen Claudia Amthor und Jorun Ruppel zeigten den Kindern, wie Farbe früher hergestellt wurde. Denn einen Tuschkasten hätten die Kinder damals noch nicht gehabt. Dafür gab es Azurit, Malachit, Zinnober uznd Purpurschnecken. Farbe aus Steinen und Tieren. Und wie das ging durften Jalda und Lorenz auch gleich selbst mal ausprobieren.

Damit die müden Glieder nicht einschlafen, hat sich das Vorlesungs-Team ein Bewegungsspiel einfallen lassen. Im Hörsaal ging es auf Bergsteiger-Tour. Das Ziel: der Olymp. Auf dem Weg mussten die Kinder laufen, kraxeln und sich nach Proviant strecken. Nach der aufregenden Tour ging es experimentell weiter. Während an der Farbe nach Art der alten Griechen gemischt wurde, erklärte Amthor, wie mit der Farbe gearbeitet wird. So hat die Studentin in 160 Stunden ein Modell des Löwen von Loutraki so bemalt, wie er im sechsten Jahrhundert in Griechenland stand – ockergelb, azuritblau und zinnoberrot. „Denn am Anfang war die griechische Malerei sehr, sehr knallig.“

Die nächste Kinderuni findet am Mittwoch, 11. Januar statt.

Von Lukas Breitenbach