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Göttingen Bosch-Mitarbeiter in Göttingen klagen erfolgreich gegen Kündigung
Die Region Göttingen Bosch-Mitarbeiter in Göttingen klagen erfolgreich gegen Kündigung
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12:36 23.11.2018
Das Göttinger Arbeitsgericht nimmt Kündigungen gegen Bosch-Mitarbeiter zurück. Quelle: dpa
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Göttingen

Die Neuausrichtung des Bosch-Standortes in Göttingen hat jetzt ein Nachspiel vor dem Arbeitsgericht Göttingen gefunden. Das Gericht gab vier Klagen von Mitarbeitern statt, die im Zuge der Umstrukturierung ihre Kündigung erhalten hatten. Nach Ansicht des Gerichts war in ihrem Fall die Sozialauswahl fehlerhaft gewesen.

Die vier Kläger können damit ihren Arbeitsplatz behalten. Eine weitere Kündigungsschutzklage einer Mitarbeiterin wies das Gericht dagegen ab. Zwei weitere Verfahren endeten mit einem Vergleich: In einem Fall einigten sich die Beteiligten auf eine Abfindung, ein anderer Kläger wird weiter beschäftigt.

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Generatoren-Fertigung nach Osteuropa verlegt

Im vergangenen Herbst hatten Bosch, IG Metall und Betriebsrat nach langen Verhandlungen eine Vereinbarung über die Neuausrichtung des Göttinger Standorts abgeschlossen. Diese sieht vor, dass die Instandsetzung von Startern und Generatoren nach Osteuropa verlegt wird. Der Standort Göttingen soll stattdessen vor allem als Industriedienstleister auftreten. Aufgrund der Produktionsverlagerung sollten insgesamt 158 Stellen wegfallen.

Abfindungsangebot für 160 Beschäftigte

Den verbleibenden rund 300 Arbeitnehmern der neu gegründeten Tochtergesellschaft Robert Bosch Aftermarket Solutions wurde garantiert, dass es bis Ende 2023 keine betriebsbedingten Kündigungen gibt. Außerdem verpflichtet sich Bosch dazu, bis 2022 mindestens zehn Millionen Euro für Innovation und Qualifikation am Standort Göttingen zu investieren.

Die knapp 160 Mitarbeiter, die nicht weiterbeschäftigt werden, erhielten das Angebot, sich zwischen einem Freiwilligenprogramm mit Abfindung oder dem Eintritt in eine zwölfmonatige Transfergesellschaft zu entscheiden. Die meisten von ihnen haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht und eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben. Lediglich die sieben Kläger waren dazu nicht bereit gewesen und vor Gericht gezogen. nie

Von Heidi Niemann

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