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Göttingen Jugendzentrum Hardegsen: Ferienprogramm mit viel Wasser
Die Region Göttingen Jugendzentrum Hardegsen: Ferienprogramm mit viel Wasser
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19:10 26.07.2013
Nachladen vor der Wasserschlacht: Annika, Sonora und Lukas (von links).
Nachladen vor der Wasserschlacht: Annika, Sonora und Lukas (von links). Quelle: Pförtner
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Hardegsen

Eine Plastikflasche mit Deckel und Spritzdüse, eine Fahrradpumpe, ein Stück Wasserschlauch und ein Ventil, das sind die Zutaten für die Pistole, erklärt die elfjährige Somora aus Hevensen. Heißklebepistole und Bohrer sind die Werkzeuge. Auch Klebeband gehört dazu.

In eine Flasche nach der anderen bohrt Jacqueline Fischer ein Loch durch den Boden. Hier muss das Schlauchstück eingeklebt werden. In den Ferien hilft die 22-Jährige aus der Jugendgruppe Trögen-Üssinghausen bei der Hardegser Jugendpflege. Auch die 15-jährige Madleen ist dabei und engagiert sich wie Fischer ehrenamtlich. Immerhin gibt es beim Ferienprogramm insgesamt rund 60 Angebote.

Da braucht Jugendpflegerin  Holle Nielebock Unterstützung. Zum ersten Mal bietet die Jugendpflege auch ein eigenes Programm für Jugendliche an. Allerdings werden von elf Aktionen wegen Mangel an Anmeldungen nur drei realisiert. Die neue Idee muss sich erst etablieren.  Im Kinderprogramm war die Nachfrage so groß, dass Nielebock Wartelisten schreiben musste.

Deckel mit Kleber

Die Spritzdüsen für die Wasserpistolen haben die Kinder in die aufgebohrten Deckel geklebt. Beim Zuschrauben der Flaschen gibt es ein Problem: Wenn zu viel Kleber im Deckel steckt, lässt sich die Flasche nicht mehr dicht schließen. Nielebock entfernt, was zu viel ist, mit dem Messer. „Ich glaube, den müssen wir neu machen“, sagt sie bei einem Deckel, an dem sie scheitert.

Aus einem Bastelbuch stammt die Idee. Und sie kommt an. Monique (elf) hat sich dafür gemeldet, weil sie so richtig viel Spaß erwartet. Auch für Annika (zehn) hat es sich spannend angehört. Beim Ferienprogramm machen die beiden noch mehr mit: Sie sind auch bei der Fahrt nach Sylt dabei. Vorher müssen sie die Wasserpistolen testen. „Wasser marsch“, heißt es nun am Jugendzentrum.

Zwar zeigten die Wasserpistolen beim Test noch ein paar Schwachstellen, aber die konnten abgedichtet werde. In zwei Mannschaften, Mädchen gegen Jungen, aber auch nach dem Prinzip „jeder gegen jeden“, wurde rund um das Haus getobt und gespritzt. Die eine oder andere Wasserpistole wird vermutlich das Gepäck nach Sylt bereichern.

Von Ute Lawrenz