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Göttingen Festlicher Empfang für Göttinger in Thorn
Die Region Göttingen Festlicher Empfang für Göttinger in Thorn
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00:20 25.06.2018
Zaleski und Köhler mit dem Gastegschenk der Göttinger: Metall-Skulptur, gestaltet vom Göttinger Künstler Frank-Helge Steuer Quelle: Ulrich Schubert
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Göttingen/Thorn

„Vor 40 Jahren haben wir eine Partnerschaft gesucht – gefunden haben wir Freunde“, sagte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) vor etwa 500 Festgästen in der Thorner Jordanki-Halle. Eine Partnerschaft, die seit 1978 durch viele Begegnungen aus verschiedenen Bereichen wie Sport, Kultur, Universität, Schulen und Politik geprägt wird.

„Wir empfangen euch mit offenen Armen und polnischer Gastfreundschaft“, begrüßte Thorns Stadtpräsident Michał Zaleski die Gäste aus Göttingen. So, wie das ungewöhnliche „Zwillingskonzert“ der Orchester und Chöre den höchsten künstlerischen Rang habe, habe auch diese Partnerschaft heute diesen Stellenwert. Göttingen sei die zweite Partnerstadt, die Toruń eingegangen sei. „Nach 40 Jahren können wir heute ruhig sagen dass für uns in Toruń Göttingen in dieser Reihe doch immer die erste war und ist“, fügte er an.

„Vor 40 Jahren war Europa ein anderer Kontinent“

Diese Freundschaft sei zu Beginn „keineswegs selbstverständlich gewesen“, ergänzte Köhler: „Vor 40 Jahren war Europa ein anderer Kontinent. Wir saßen alle auf einem Pulverfass, das jederzeit explodieren konnte.“ Dennoch hätten die beiden Kommunen – eine aus dem Westen und eine jenseits der damaligen DDR aus dem Osten – einen Weg zueinander gefunden. Heute sei es „stolz darauf, dass Göttingen und Thorn diesen mutigen Weg des deutsch-polnischen Austausche als erste Kommunen überhaupt gegangen seien.

Die besonders enge Beziehung der Partnerstädte zeigte sich auch während eines gemeinsamen Gustav-Mahler-Konzertes der Symphonie-Orchester aus beiden Städten sowie der Göttinger Stadtkantorei und St-Jacobi-Kantorei. Mit der 2. Symphonie in c-Moll „Auferstehung - Schwesternsymphonie der Hoffnung“ eröffneten sie zugleich das 22. Thorner Festival „Nova Muzyka i Architectura“. Am kommenden Freitag geben sie ein erweitertes Gegenkonzert in der Göttinger Stadthalle.

Die Konzerte sind nur ein Teil vieler Veranstaltungen, mit denen die Städte Göttingen und Thorn ihre 40-jährige Partnerschaft in diesem Jahr feiern. In beiden Partnerstädten gibt es Ausstellungen zur Entstehung und Entwicklung ihrer Freundschaft bis heute – mit einem besonderen Blick auf den gemeinsam alljährlich vergebenen Samuel-Bogomil-Linde-Preis. Seit 1996 würdigen sie mit diesem einzigen deutsch-polnischen Literaturpreis immer als Duo Schriftsteller aus beiden Ländern.

Eine Schnecke und zwei Symbolfiguren

Kunst und Kultur spielen in der Partnerschaft von Beginn an eine zentrale Rolle – dazu passt auch das besondere Gastgeschenk der Göttinger Delegation zum Geburtstagsempfang: eine Metall-Skulptur, gestaltet vom Göttinger Künstler Frank-Helge Steuer. In Anlehnung an die „Göttinger Schnecke“ - eine nach der Partnerstadt benannte Straße in Thorn – stilisiert sie eine schneckenförmige Weltkugel, mit den Wahrzeichen beider Städte: das Gänseliesel und der Toruner Flößer mit Violine.

Zu den Feierlichkeiten an diesem Wochenende wird Göttingens Oberbürgermeister Köhler in kleiner Runde von Ratsmitgliedern verschiedener Fraktionen und Verwaltungsvertretern begleitet. Während eines umfangreichen Kulturprogramms bis Sonntagabend werden sie mit verschiedenen Vertretern aus Politik und von Verwaltung der Stadt Thorn und der Woiwodschaft (Kreis) Kujawien-Pommern ins Gespräch kommen. us

Von Ulrich Schubert

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