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Göttingen Notstand nach Brand abgewendet
Die Region Göttingen Notstand nach Brand abgewendet
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21:28 29.03.2017
Von Britta Eichner-Ramm
Quelle: GT
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Göttingen

Die Anlage am Königsbühl war durch das Feuer Ende August 2016 vollständig zerstört worden. Weil aber die Biotonnen der Göttinger Haushalte voll waren, drohte ein Notstand, erklärte Franz Rottkord. Dieser habe jedoch abgewendet werden können, sagte der Abteilungsleiter Abfallwirtschaft bei der GEB während der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses Umweltdienste. Für einen Tag sei der Bioabfall zur Vergärung auf die MBA in Deiderode gebracht worden. Danach hätten die GEB ohne Ausschreibung zwei Kompostwerke in der Region ausgewählt, die den Göttinger Biomüll annahmen. Zwischenzeitlich habe es eine Ausschreibung gegeben und seit 1. März übernimmt ein Kompostwerk in der Region Vergärung und Kompostierung des Göttinger Biomülls für zunächst zwei Jahre.

Der Baum- und Strauchschnitt aus dem Stadtgebiet wird seit dem Brand zu den beiden Kompostwerken des Landkreises gebracht. Das entspreche der Menge, die in der Abfallbilanz 2016 bei den kompostierbaren Abfällen für den Rückgang gegenüber 2015 um knapp 1000 Tonnen sorgte, erläuterte Rottkord. Insgesamt weist die Göttinger Abfallbilanz Siedlungsabfälle von 135 166 Tonnen aus. Der Löwenanteil davon entfällt auf mineralische Bauabfälle (52 377 Tonnen), 39 400 Tonnen waren Abfälle, die verwertet wurden, und 18 703 Tonnen Müll stammen aus der grauen Tonne, der über die Mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) Deiderode beseitigt wurde.

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Hier zeigt die Statistik ein leichtes Plus von 238 Tonnen gegenüber 2015. Das hänge unter anderem mit der gestiegenen Einwohnerzahl Göttingens zusammen, erläuterte Rottkord. Zusammen mit den Abfällen, die verwertet wurden (zum Beispiel Papier, Glas, Bioabfälle, Leichtverpackungen im gelben Sack und Altholz) fielen 2016 in den Göttinger Haushalten 464 Kilogramm pro Einwohner an. Seit die Stadt die Anzahl ihrer Sammelcontainer für Alttextilien und Schuhe erhöht hat, berichtete Rottkord weiter, steige die Menge kontinuierlich an - auf 661 Tonnen im vergangenen Jahr. Nicht analysieren mochte er den leichten Rückgang der Sperrmüll-Abfälle (3,51 Tonnen im Jahr 2016). Rottkord bezeichnete diese Abfälle als „Spiegelbild des Konsumverhaltens“. Pro Einwohner entsorgten die Göttinger 26 Kilogramm Sperrmüll.