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Göttingen Feuerwehr-Einsatzdienst mit 67 "sinnvoll"
Die Region Göttingen Feuerwehr-Einsatzdienst mit 67 "sinnvoll"
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00:17 03.06.2017
Von Britta Bielefeld
Die Altersgrenze für aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren in Niedersachsen soll von 67 auf 63 Jahre angehoben werden. Quelle: DPA
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Göttingen

Göttingens Stadtbrandmeister Holger Lehrum sieht Vor- aber auch mögliche Nachteile.

"Ein Großteil der älteren Feuerwehrleute freut sich, wenn sie noch gebraucht werden", sagt Keilholz. Im Landkreis Göttingen sind rund 4500 Feuerwehrleute in 159 Ortsfeuerwehren aktiv. Keilholz findet den neuen Vorschlag "sinnvoll" zumal es eine freiwillige Regel ist. "Wer will, kann auch früher in die Altersabteilung gehen", so der Kreisbrandmeister.

In den Feuerwehren der Stadt Göttingen sind zudem knapp 400 Feuerwehrleute aktiv. "Die Meinungen über das neue Gesetz sind gemischt", sagt Lehrum. Auch er sieht es als Vorteil an, dass auch die Älteren aktiv im Dienst bleiben können. Aufgaben wie Versorgung oder Kommunikation im Einsatz ließen sich auch im höheren Alter gut leisten.

Der Nachteil: "Die Regelung darf nicht dazu führen, Realitäten positiv zu kaschieren", sagt er. Den demografischen Wandel dürfe man nicht schön rechnen. "Für die schweren Aufgaben im Einsatz brauchen wir gut trainiertes Personal", sagt er. Es dürfe nicht sein, dass dann, wenn die geburtenstarken Jahrgänge an die Altersgrenze gelangen, überwiegend Senioren Dienst leisten. "Derzeit ist der Großteil unserer Einsatzkräfte zwischen 30 und 48 Jahren alt", sagt er. Zurzeit betreffe die 67-Jahre-Grenze nur einige aktive Feuerwehrleute.