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Göttingen „Wenn andere Tatort gucken“
Die Region Göttingen „Wenn andere Tatort gucken“
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00:22 18.04.2019
Noch in diesem Jahr soll an Stelle des alten Feuerwehrhauses in Hilkerode ein Neubau entstehen. Quelle: Eichner-Ramm
Hilkerode

Die Freiwillige Feuerwehr Hilkerode bekommt im Laufe der nächsten zwölf Monate ein neues Gerätehaus. Die Realisierung des Neubaus ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit. Zum Stand der Dinge sagt Ortsbrandmeister Hans-Jürgen Ahlborn gegenüber dem Tageblatt: „Wir gehen davon aus, dass in zwei, drei Wochen der Abriss des alten Gebäudes beginnt.“ Die Bauzeit für das neue, rund 700 000 Euro teure Gebäude werde bis zu zwölf Monate dauern. „Es handelt sich um eine Fertigbauweise. Trotzdem muss ja auch ein entsprechend angepasster Innenausbau erfolgen“, stellt der Feuerwehrchef die Dimension klar.

Atemschutz ist Schwerpunkt

Für ein von der Stadtverwaltung Duderstadt genehmigtes neues Löschgruppenfahrzeug werden noch einmal bis zu 300 000 Euro veranschlagt. Es soll vom Hersteller aber erst ausgeliefert werden, wenn das neue Gerätehaus fertig ist. Besonderer Augenmerk werde bei der Ausrüstung des Fahrzeuges auf die Aspekte Hochwasserschutz und Atemschutz gelegt. Weil: „Wir haben viele Atemschutzgeräteträger bei uns. Deshalb ist uns vom Stadtkommando die Aufgabe zugeteilt worden, im Notfall Kameraden zu bergen, was oft unter Atemschutz nötig ist“, erläutert Ahlborn. Er hat jetzt seine bereits vierte Amtszeit als Ortsbrandmeister von Hilkerode angetreten. Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hilkerode (Tageblatt berichtete) ist er erneut im Amt bestätigt worden. Die Anwesenden bescheinigten ihm ein besonders hohes Engagement für die Wehr des Ortes.

Aktiver Dienst bis 67 Jahre

In Anwesenheit von Sabine Holste-Hoffmann als Vertreterin der Stadtverwaltung, Stadtbrandmeister Kai Walter und Ortsbürgermeister Michael Skupski (parteilos) als geladene Gäste der Veranstaltung sind die Kameraden Thomas Gerlach und Rudolf Henkel jun. für 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet worden. Gerlach und Henkel gingen einst aus der Jugendwehr Hilkerode hervor, deren 50. Geburtstag vor zwei Jahren gefeiert werden konnte. Galt lange Zeit ein Lebensalter von 63 Jahren als festgesetztes „Rentenalter“ für Feuerwehrleute, können Kameraden nach einer Änderung des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes jetzt bis 67 im aktiven Dienst bleiben. „Das liegt allerdings im Ermessen der Wehrleitung“, stellt Ahlborn klar.

Lob des Ortsbürgermeisters

Ortsbürgermeister Skupski ist voll des Lobes für die eigene Wehr. „Die gehen rein, wenn andere raus laufen. Die räumen umgestürzte Bäume weg, wenn wir Tatort gucken. Sie bergen Unfallopfer, sichern Karnevalsumzüge und Osterfeuer ab. Ein Leben ohne Feuerwehr – geht nicht.“ Froh sei er, dass es nach langem Warten nun endlich mit dem Neubau vorangeht. „Das ist eine richtig gute Truppe. Erstklassige Leute brauchen ein erstklassiges Fahrzeug und ein erstklassiges Haus“, lautet seine bündige Formel.

Aber was ist, wenn das alte Gebäude abgerissen und das neue gebaut wird? Muss die Feuerwehr Hilkerode dann bei Ausbildung und Einsätzen pausieren? „Nein“, versichert Duderstadts Stadtbrandmeister. „Die Wehr zieht vorübergehend in ein anderes Objekt, in eine Notunterkunft. Sie bleibt einsatzbereit“, versichert Walter.

Von Ulrich Meinhard

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