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Göttingen Feuerwehr birgt Leichnam aus Brandruine in Northeim
Die Region Göttingen Feuerwehr birgt Leichnam aus Brandruine in Northeim
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12:39 20.12.2013
Von Jürgen Gückel
Aufwändig vor Einsturz geschützt: Explosionsruine am Breiten Weg. Im Dachgeschoss starb eine 67-Jährige. Quelle: Theodoro da Silva
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Northeim

Die Feuerwehr barg am Dienstagmorgen bei Nachlöscharbeiten einen Leichnam, der teils unter herabgestürzten Trümmern des zerstörten Daches begraben war.

Vermutlich handelt es sich um die sterblichen Überreste der 67 Jahre alten Bewohnerin des Dachgeschosses, die nach wie vor vermisst worden war. Klarheit soll eine Obduktion des Leichnams in der Rechtsmedizin der Universität Göttingen erbringen.

Die ganze Nacht über hatten die Feuerwehr und spezialisierte Kräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) nach der verheerenden Explosion versucht, das vom Einsturz gefährdete Backsteingebäude soweit zu sichern, dass es gefahrlos betreten werden konnte, um nach mutmaßlichen Opfern zu suchen. Spezialkräfte des THW aus Remscheid stützten mit hohem Materialaufwand die Außenwände und verhinderten, dass der marode Schornstein in die Brandruine einbrach.

Gasflaschen gefunden

Das zerstörte Gebäude war noch längst nicht zum Betreten freigegeben, als am Morgen erneut Flammen aufloderten. Mehrfach schon hatten in der Nacht über Drehleitern Glutnester abgelöscht werden müssen. Diesmal brannte es im Dachgeschoss. Als Feuerwehrleute löschten, machten sie jetzt bei Tageslicht eine grausige Entdeckung:

Halb verdeckt durch Trümmer lag ein Leichnam im Dachgeschoss. Ebenfalls gefunden wurden inzwischen zwei Zwölf-Kilo-Gasflaschen. Sie lagen in der Wohnung des am schwersten verletzten Mieters aus dem Erdgeschoss, der in Hannover in der Medizinischen Hochschule um sein Leben kämpft. Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und Brandstiftung aufgenommen. Die Hausruine bleibt als Tatort beschlagnahmt.

Bei einer schweren Gasexplosion am Rande der Northeimer Innenstadt sind am Montagmittag drei Menschen schwer verletzt worden. Ein Bewohner (50) musste mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Hannover geflogen werden. Eine 67 Jahre alte Frau wird vermisst. Von Jürgen Gückel (Text) und Swen Pförtner (Fotos).mehr