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Göttingen Feuerwehr mit Böllern beschossen
Die Region Göttingen Feuerwehr mit Böllern beschossen
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17:37 02.01.2018
Friedliche Feier mit Feuerwerk am Albaniplatz. Quelle: Arne Bänsch
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Göttingen

Die Göttinger und die Menschen in der Region haben weitgehend friedlich in das neue Jahr gefeiert – mit vielen fröhlichen Partys. Auch das Böllerverbot wurde überwiegend eingehalten. Polizei und Feuerwehren hatte aber alle Hände voll zu tun. In Grone sind die Retter mit Böllern beschossen worden.

Zum zweiten Mal hatte die Stadtverwaltung ein Böllerverbot in der Innenstadt verhängt. Es wurde in diesem Jahr weitgehend eingehalten, nur vereinzelt wurde ein Feuerwerkskörper innerhalb des Walls gezündet. Die Polizei war mit einer überall sichtbaren Einsatzstärke unterwegs. Am Markt und in den zentralen Straßen standen etliche Fahrzeuge, weitere rollten durch die Straßen.

Vor allem Sicherheit im Blick

Insgesamt sprachen die Interventionsteams laut Polizei von Stadt und Polizei 17 mündliche Verwarnungen aus, erstmals erteilten Mitarbeiter der Stadt in einem Fall ein Verwarngeld in Höhe von 50 Euro für das Nichtbeachten Verbotes.

In Grone kam es nach Polizeiangaben „zu sehr unschönen Szenen“. In der Sollingstraße wurden demnach gegen Mitternacht ein Wohn-und Geschäftshaus sowie Anwohner gezielt mit Feuerwerkskörpern beschossen. Auf einem Balkon brach daraufhin ein Brand aus, die Fensterscheiben der Wohnung zerplatzen. Anschließend griffen die Flammen auf die Räume und weitere Balkone über. Der Schaden beläuft sich laut Polizei auf 20.000 Euro. Während der Löscharbeiten wurden die Einsatzkräfte aus einer Gruppe von 50 bis 60 Personen mit Feuerwerksraketen und Böllern beschossen. Die Löscharbeiten konnten erst fortgesetzt werden, als die Polizei eingriff. Zeugen des Geschehens werden gebeten, sich unter Telefon 0551/491-2115 bei der Polizei zu melden. In Stadt und Landkreis Göttingen musste die Polizei zu insgesamt 124 Einsätzen ausrücken, darunter häuslicher Gewalt, Körperverletzungen, Streitigkeiten, Verkehrsunfälle und Brandermittlungen. Die Feuerwehr hatte ebenfalls jede Menge zu tun. Alleine in den ersten Stunden des Jahres, so ein Sprecher der Göttinger Berufsfeuerwehr gegen 1.30 Uhr, mussten die Einsatzkräfte im Landkreis zu 26 Bränden ausrücken.

Dennoch: Noch in der Nacht sagte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz: „Bis jetzt ist alles weitgehend ruhig geblieben”. Das war das Ziel, das Einsatzleiter Rainer Nolte am Abend so formulierte. Die Polizei, so erklärte Nolte, hatte aber nicht nur Böller im Blick, sondern vor allem die Sicherheit der Bürger. Überall, wo größere Menschenmengen zusammen kamen, waren die Uniformierten vor Ort.

Auf dem Göttinger Marktplatz feierten etwa 200 Personen friedlich und mit Wunderkerzen ins neue Jahr. Deutlich lauter ging es am Albaniplatz zu. Da er außerhalb des Walls liegt, durfte dort Feuerwerk gezündet werden, einige Hundert Böllerfreunde trafen sich dort. Pünktlich um Mitternacht setzte Dauerregen ein, der die Göttinger wieder in die Häuser trieb. Gegen 1 Uhr waren die Straßen der Stadt relativ leer - zumal viele Kneipen und Restaurants geschlossen hatten.

Die Feinstaubwerte der Verkehrs-Messstation in Göttingen lagen am Silvestertag bei durchschnittlich 9 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, der Spitzenwert des Tages hat 15 Mikrogramm betragen. Das geht aus den Messergebnissen des Niedersächsischen Umweltministeriums hervor. Demnach lag der Wert am Neujahrsmorgen bei sechs Mikrogramm. An der zweiten Messstation (GNCC) wurde ein Spitzenwert von elf Mikrogramm gemessen.

Damit lag der Silvester-Wert deutlich unter den Spitzenwerten des vergangenen Dezembers. Beispielsweise am 1. Dezember wurden 29 Mikrogramm, am 22. Dezember 27 Mikrogramm Feinstaub als Höchstwert registriert. Laut Umweltbundesamt treten bundesweit Jahresmittelwerte um 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Feinstaub auf, der Grenzwert liegt bei 40.

Am Dienstag teilte die Polizei Göttingen mit, dass zu den Angriffen auf Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern in der Neujahrsnacht auf dem Jonaplatz in Grone neue Erkenntnisse vorliegen. Demnach konnte der Einsatz nach entsprechender Aufforderung der Passanten „störungsfrei und ungehindert ablaufen“. Das stellte sich bei der Nachbereitung des Einsatzes am Dienstag heraus und führte nach Angaben der Polizei zu einer Relativierung des Sachverhaltes wie er noch in der Neujahrsnacht mitgeteilt worden war.

Von Britta Bielefeld

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