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Göttingen Finanzen des Landkreises Göttingen verbessert
Die Region Göttingen Finanzen des Landkreises Göttingen verbessert
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19:24 30.08.2018
Die Finanzen des Landkreises Göttingen im Bereich laufender Verwaltungstätigkeit haben sich im ersten Halbjahr 2018 deutlich besser entwickelt als erwartet. Quelle: dpa
Göttingen

Statt einem ursprünglich kalkulierten Minus zum Jahresende in Höhe von 1,43 Millionen Euro erwartet die Kreisverwaltung nunmehr ein Plus in Höhe von 6,22 Millionen Euro.

Die Finanzrechnung wird mit einer prognostizierten Finanzmittelveränderung in Höhe von minus 775 000 Euro im Vergleich zu dem kalkulierten Defizit in Höhe von 4,33 Millionen Euro voraussichtlich ebenfalls besser abschneiden, berichtete die Kreisverwaltung am Donnerstag im Finanzausschuss. Zusammen mit den Resten aus Vorjahren in Höhe von 9,51 Millionen Euro wird damit eine Verbesserung im Vergleich zum Ansatz von 17,16 Millionen Euro prognostiziert.

Ein Grund für die verbesserte Lage: höhere Erträge im Bereich Soziales. Unter anderem hatte die Verwaltung die Kostenerstattung für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz falsch kalkuliert. Außerdem bekommt der Landkreis Erstattungen für jetzt erst ausgewiesene zu viel gezahlte Unterhaltsvorschussleistungen aus den Vorjahren.

Geringeren Personalaufwendungen

Eine weitere Verbesserung der Bilanz ergab sich aus geringeren Personalaufwendungen in Höhe von 2,69 Millionen Euro. Gesunkene Fallzahlen im Jobcenter sorgten für geringere Aufwendungen bei Leistungen für Unterkunft und Heizung in Höhe von 1,4 Millionen Euro und beim Arbeitslosengeldes II mit etwa 4,2 Millionen Euro. Außerdem muss der Landkreis der Stadt Göttingen für Sozialleistungen verschiedener Art gut 4,6 Millionen Euro weniger erstatten.

Darüber hinaus nimmt der Landkreis mehr Geld als kalkuliert aus einer höheren Schlüsselzuweisung und auch der Kreisumlage ein. Allen diesen Summen stehen allerdings verringerte Erträge und höhere Aufwendungen in anderen Bereichen gegenüber – diese allerdings in deutlich geringeren Größenordnungen, so dass in der Gesamtbilanz für den Landkreis zum Jahresende ein deutliches Plus zu erwarten ist. Die Verwaltung wies allerdings darauf hin, dass zum Halbjahresbericht 2018 erfahrungsgemäß einige wesentliche Veränderungen noch nicht genau prognostiziert werden können wie beispielsweise die Veränderungen der Beihilfe- und Pensionsrückstellungen. Daher sei die jetzige Prognose vorsichtig zu bewerten.

Der Fachbereich Finanzen beispielsweise habe „eine absolute Punktlandung“ hingelegt, sagte Verwaltungsmitarbeiterin Sabine Maxelon.

Finanzprobleme nicht gelöst

Diese weitgehend positiven Zahlen reichen dennoch nicht aus, sämtliche Finanzprobleme des Landkreises zu lösen, erklärt die Verwaltung. Zwar werde der Saldo aus laufender Verwaltungstätigkeit voraussichtlich in Höhe von 14,33 Millionen Euro im Plus liegen, die zur Deckung der Auszahlungen für Tilgung über 9,42 Millionen und zum Teil zur Deckung der Auszahlungen für Investitionstätigkeiten (48,75 Millionen) herangezogen werden können. „In der Summe“, erklärt die Verwaltung, „bildet sich so ein Finanzierungsmittelfehlbetrag von maximaler Höhe von 34,41 Millionen Euro.“

Finanzdezernentin Marlies Dornieden erklärte, trotz der guten Zahlen im ersten Halbjahr gebe es „keinen Grund zu frohlocken“. Auch im vergangenen Jahr habe es zur Halbzeit sehr gut ausgesehen, am Ende sei der Kreis nur knapp unter dem Ansatz gelandet. Es sei jedoch davon auszugehen, hofft die Verwaltung, „dass durch die Verschiebung von Auszahlungen in das Jahr 2019 Haushaltsreste zu bilden sind, die den Fehlbetrag entsprechend verringern, jedoch Folgejahre belasten werden“.

Von Matthias Heinzel

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