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Göttingen Kritik an Unterkünften in Göttingen
Die Region Göttingen Kritik an Unterkünften in Göttingen
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19:35 05.06.2019
Protest gegen den Fortbestand der Sammelunterkunft auf der Siekhöhe im Jahr 2018 - sie wird Ende des Monats geschlossen. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

In der Stadt Göttingen werden derzeit mehr als 1000 Flüchtlinge betreut: 615 Flüchtlinge von der Stadtverwaltung, der Verein Bonveno betreut 357 Menschen, die Johanniter 89. Die Gemeinschaftsunterkunft am Anna-Vandenhoeck-Ring wird planmäßig zum 30. Juni geschlossen, teilt die Stadtverwaltung mit. Dennoch gibt es weiterhin Kritik an der Unterbringung und Versorgung der Geflüchteten. Ein Schreiben der „Bewohner*innen der Flüchtlingsunterkünfte”, dass nicht namentlich unterzeichnet ist, ist als Brief an die Verwaltung gegangen. Darin kritisieren die Absender die Situation in Wohnheimen als „untragbar”. In den Wohnungen würden bis zu sechs Personen auf drei Zimmer verteilt. Sie schreiben, dass „menschenwürdige Lebensbedingungen nicht vorgesehen“ seien. Es erschwere das Leben, „wenn wir nicht den gleichen Lebensrhythmus, Religion, Meinungen und Sauberkeitsvorstellungen haben.“ Auch das Verhalten von Mitarbeitern in Göttinger Ämtern wird bemängelt. „In der Ausländerbehörde werden wir unglaublich schlecht und teils extrem rassistisch behandelt". Zudem sei die Unterkunftsverwaltung den Bewohnern „oft nicht wohlgesonnen”. Sie fordern ein „Recht auf menschenwürdiges und privates Wohnen”.

Drei-Zimmer-Wohnung mit sechs Bewohnern

Auf die Kritik, dass bis zu sechs Menschen in einer Wohnung untergebracht werden, antwortet die Verwaltung: „Die Belegung von Wohnungen erfolgt immer bestmöglich. Wir belegen beispielsweise eine Drei-Zimmer-Wohnung mit sechs Erwachsenen oder mit drei Erwachsenen mit jeweils einem Kind – in aller Regel aus dem gleichen Kulturkreis. Wir belegen keine Wohnung mit Personen unterschiedlichen Geschlechts, die nicht verwandtschaftlich miteinander verbunden sind.” Beschwerden über Übergriffe und Schikanen vom Personal gegenüber den Flüchtlingen liegen der Verwaltung nach eigenen Angaben nicht vor.

Stadt nimmt wieder Flüchtlinge auf

„Es gibt immer wieder von Dritten geäußerte pauschale Verurteilungen, die sich ganz allgemein gegen eine rechtskonforme Umsetzung des Ausländerrechts richten”, teilt Pressesprecher Dominik Kimyon mit. Die Unterbringungssituation von Geflüchteten in Göttingen habe sich durch Vermittlungen in den freien Wohnungsmarkt deutlich entspannt. In den Notunterkünften stehe ausreichend freier Wohnraum zur Verfügung. „Wir haben dem Land signalisiert, dass der Zuweisungsstopp aufgehoben werden kann. Seit April nehmen wir bereits wieder Geflüchtete auf”, so Kimyon. Das Team Flüchtlingssozialarbeit der Stadt Göttingen wurde im vergangenen Jahr personell aufgestockt, um die Wohnraumsuche und die Vermittlung in Wohnungen zu unterstützen.

Von Britta Bielefeld

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