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Göttingen Richtspruch zum „ökologischen Vorzeigebau“
Die Region Göttingen Richtspruch zum „ökologischen Vorzeigebau“
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00:25 31.03.2018
Richtfest bei der Forstlichen Versuchsanstalt.
Richtfest bei der Forstlichen Versuchsanstalt. Quelle: jh
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Göttingen

Der Rohbau des Ersatzneubaus für das Gebäude 3 in der Grätzelstraße steht unter Dach und Fach. Das alte Gebäude der NW-FVA musste abgerissen werden, da es auf einer Torfblase stand. Im Keller kam es zu Absenkungen und Rissen im Mauerwerk. Mit 6,6 Millionen Euro finanziert das Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften (LBL) den Bau. Der erste Spatenstich war am 25. April vergangenen Jahres, gegen Ende dieses Jahres soll die Einweihung sein. Der drei geschossige Neubau hat 1100 Quadratmeter Nutzfläche und wurde in Holzständerbauweise errichtet. Das heißt, er besitzt durchgehende Holzständer vom Dach bis hinunter zur Schwelle, die die Gesamtkonstruktion tragen. Im neuen Büro- und Verwaltungstrakt, sowie in den Laborräumen im Untergeschoss werden 41 Personen arbeiten.

Die NW-FVA ist eine gemeinsame Dienststelle der Länder Niedersachsen, Hessen, Sachsenanhalt und Schleswig-Holstein. An den Standorten Göttingen und Hann. Münden forschen 135 Mitarbeiter im Dienste von Waldbesitzern über den Schutz und das Wachstum von Wäldern. Sie erfassen den Zustand von Forstgebieten und Risiken, denen sie ausgesetzt sind. Die Erkenntnisse helfen, Wälder langfristig zu nutzen und Artenvielfalt zu erhalten.

„Das Vorhaben liegt nach elf Monaten genau im Kosten- wie auch im Zeitrahmen“, freut sich der Finanzminister. „Das zeigt, welch kompetente Unternehmen beteiligt sind und, wie leistungsfähig unsere Bauwirtschaft in Niedersachsen ist.“ Hilbers spricht von einem „ökologisch-energetischen Vorzeigebau“ bei dem Nachhaltigkeitsaspekte eine wesentliche Rolle spielten. Deswegen sei möglichst viel Holz verwendet worden. Das zeige sich auch an der Außenfassade, mit der man der Forstlichen Versuchsanstalt am Levinpark ein passendes Gesicht verleihen wolle. Nur das Kellergeschoss musste mit wasserfesten Beton gebaut werden. Die Wärmeerzeugung durch einen Holzpelletkessel gehöre zum Konzept. Der Energiebedarf des Gebäudes liege deutlich unter den Vorgaben der Energieeinsparverordnung.

Geleitet wird der Bau vom staatliche Baumanagement. Zwölf örtliche Architektur- und Ingenieurbüros, wie „bmp Architekten-Görres-Duhm“ aus Göttingen, helfen dabei. Den Richtspruch hielt Zimmermeister Ralf Schneeman. Hermann Spellmann, Leiter der NW-FVA, zeigte sich dankbar für die Unterstützung der Landesregierung: „Wir sehen dieses Engagement des Landes als ein klares Bekenntnis zur Zukunft des forstlichen Versuchswesens am Standort Göttingen“. (jh)

Von Julian Habermann

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