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Göttingen Ehemaliges Zoologisches Institut entkernt
Die Region Göttingen Ehemaliges Zoologisches Institut entkernt
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00:30 07.05.2018
Rundgang durch die Baustelle des Forums Wissen: Marie Luisa Allemeyer, der Direktorin der Zentralen Kustodie, dort, wo einmal die Basisausstellung ihren Platz finden soll. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Allemey steht auf der Treppe hinter den mächtigen Eingangstüren. Die Kamera ist auf sie gerichtet. Allemeyer erzählt. In dem Gebäudeflügel auf der rechten Seite soll das Foyer platziert werden, „der Verteiler des Gebäudes“, sagt Allemeyer. Im Foyer ist ein Kassenraum mit angegliedertem Shop geplant. Auch ein Café soll hier in einem Atrium entstehen, viele Glas mit Außenterrasse. Allemeyer strahlt, der Plan gefällt ihr offensichtlich.

Marie Luisa Allemeyer präsentiert den Stand der Bauarbeiten im künftigen Forum Wissen und gibt einen Ausblick auf die räumliche Anlage des Forums.

Zwei Mann stark ist das Videoteam, das sie beim Rundgang begleitet. Udo Caspari und Florian Michaelsen kommen von der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek. Sie sind mit professionellem Gerät ausgerüstet, Caspari bedient die Kamera, Michaelsen hält den Galgen mit dem umpuschelten Mikrofon. Immer in der Nähe ist Katrin Pietzner, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Zentralen Kustodie.

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Imposanter Raum

Nach dem Dreh vor dem Gebäude und am Eingang geht es direkt geradeaus in den imposanten Raum, in dem das Objektlabor entstehen soll, „das Sammlungsschaufenster“, erklärt Allemeyer, „das Herz des Forums Wissen“. Ein großes, nahezu raumfüllendes Regal soll im Viereck aufgebaut werden mit einem Wandelgang drumherum. Sammlungsobjekte sollen darin ausgestellt – und benutzt werden. Denn im Inneren des Regal soll ein weiterer Raum entstehen, in dem Wissenschaftler arbeiten und Seminare geben. „Wissen wird geschaffen, und man kann es sehen“, erklärt die Direktorin. Denn die Besucher laufen um das Regal und die Durchblicke herum. Forschung unter Beobachtung? Noch fänden nicht alle Wissenschaftler diese Vorstellung gut, berichtet Allemeyer. Doch zehn bis 15 Professoren seinen schon jetzt dabei, weitere sollen folgen, spätestens, wenn der Betrieb läuft.

Prachtvoller Rundgang

Ein der ersten Etage angekommen, spricht Allemeyer wieder wie im Vorbeigehen ins Mikrofon: „Hier erstrecken sich die Hallen.“ Und tatsächlich öffnet sich hier ein prachtvoller Rundgang. In einzelnen Räumen soll der Bereich strukturiert werden, erklärt Allemeyer, Räume, die hier zu erwarten sind, aber auch unerwartete Säle. Den sogenannte Schreibtisch wird es hier geben, so lautete der Plan. Hier sollen Techniken und Aufwand wissenschaftlichen Schreibens gezeigt werden. Im Salon geht es um den Austausch und das Debattieren, um den Kontakt zwischen Wissenschaft und dem Rest der Welt. Unweit davon, auf der rechten Seite der ersten Etage, ist der Putz von den Wänden geschlagen. Rote Ziegel ist zum Vorschein gekommen. Später sollen die Steine wieder unter Putz verschwinden. Hier soll der „Holzweg“ entstehen, „mein Favorit“, sagt Allemeyer. Der Weg der Wissenschaft sei nicht geradlinig, „man muss mal was ausprobieren, mal eine Kurve nehmen“. Der Kameramann greift diese Idee auf und ruft ihr zu: „Jetzt bitte einmal flanieren.“

Veröffentlicht auf Youtube

Eine Woche lang plant das Videoteam für den Schnitt des Films. Dann soll er veröffentlicht werden, auf Youtube und in den sozialen Medien, sagt Pietzner, die auch für die Öffentlichkeitsarbeit des Forums Wissen zuständig ist.

Das Konzept des Forums Wissen finden Sie hier.

Von Peter Krüger-Lenz

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