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Göttingen Fraunhofer-Außenstelle kommt an die UMG
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16:17 12.11.2018
Neuansiedlung einer FraunhoferA-ußenstelle in Göttingen, (v. l.): Prof. Tobias Moser, MdB Fritz Güntzler, MdB Thomas Oppermann, Prof. Heyo K. Kroemer und Prof. Wolfgang Brück. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Eine Außenstelle des Fraunhofer-Instituts kommt nach Göttingen: Das gaben am Montag die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU) gemeinsam mit UMG-Vorstand Heyo Kroemer und den Wissenschaftlern Wolfgang Brück und Tobias Moser bekannt.

Fraunhofer: Außenstelle in Göttingen

Auf dem Gelände Universitätsmedizin Göttingen (UMG) will die Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in München ihre Präsenz verstärken. In der Außenstelle „Translationale Neuroinflamation“ mit 4D-Technologieplattform wollen der Göttinger Professor Wolfgang Brück und sein Kollege Tobias Moser die Herz- und Nervenforschung weiter entwickeln und unter anderem Medikamente gegen Multiple Sklerose entwickeln. Kroemer nannte Brück und Moser „Internationale Top-Leute“, die MS-Forschung und die Wiedererlangung der Hörfähigkeit für Patienten vorantreiben.

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Medikamente gegen MS und Alzheimer

„Fraunhofer dreht ein großes Rad“, sagte Oppermann. Das bislang aber überwiegend in Süddeutschland, wo etwa die Hälfte aller Institute steht. In Niedersachsen seien es nur drei. Das „4D“, so der Politiker, stehe in diesem Fall für „Drugs, Diagnostic, Data and Devices“. Der Bund habe bereits Mittel in Höhe von 3,4 Millionen und weiter 1,7 für Investitionen Euro bereitgestellt, 2019 soll das Projekt realisiert werden. Dafür hätten Oppermann und Güntzler eine „Charmeoffensive“ in Berlin und bei Fraunhofer gestartet. Noch sei es kein Institut, sondern eine Außenstelle des IME in Frankfurt – mit einer fünfjährigen „Anschubphase“. Denn: „Jetzt müssen wir noch Mittel in Höhe von 27, 8 Millionen Euro vom Land einwerben“, so Oppermann. „Das werden wir bekommen, dass Fraunhofer nach Göttingen kommt, ist eine sehr gute Botschaft“. Auch Güntzler nannte es „ein gutes Signal“.

„Bislang gibt es keine MS-Medikamente, die die Blut-Hirn-Schranke überwinden“, sagte Brück. Die entzündlichen Prozesse im Hirn von MS- aber auch Alzheimerkranken zu behandeln, das sei sein Ziel. Das neue Exzellenzcluster, an dem Moser beteiligt ist, verfolgt einen mit „Google-Earth für das Herz- und Nervensystem“ einen vergleichbaren Ansatz. Die Fraunhofergesellschaft steht vor allem für eine enge Zusammenarbeit der Wissenschaft mit der Wirtschaft. Für das Institut brauche man einen Neubau, so Kroemer. Der soll auf dem Gelände der UMG entstehen.

Exzellenz: Ein Cluster ist dabei

Nach dem „schlechten Abschneiden“ der Uni Göttingen in der jüngsten Exzellenzinitiative sei dieses Vorhaben nun laut Oppermann eine „glänzende Aussicht“. Das Multiscale Bioimaging Forschungscluster ist als einziges in Göttingen in der Exzellenzinitiative vertreten. In Göttingen bestehe aber ein „enormes Forschungspotenzial, wie es es nur an wenigen Stellen gibt“, so der SPD-Abgeordnete. Güntzler legte Wert auf die Feststellung, dass das Fraunhofer-Projekt „kein Strohfeuer“ sei, sondern eine „langfristige Finanzierung“ geplant sei. „Das war gar nicht so schwer“, sagt er.

Kroemer erinnerte daran, dass die UMG im Umkreis von 80 Kilometern die Aufgabe habe, „die Bevölkerung optimal medizinisch zu versorgen“. Das Klinikum sei ein einem „intensiven Umbruch“, 1,2 Milliarden Euro werden dort bis 2035 investiert. Zu der Versorgung zähle auch die „exzellente Forschung“ an der UMG.

Die enge Zusammenarbeit der universitären Forschungsinstitute in Göttingen – beispielsweise mit den Max-Planck-, und Leibniz-Instituten, mit der Helmholtzgesellschaft und anderen Institutionen, sei laut Oppermann eine gute Voraussetzung. Die Lücke zur Wirtschaft werde nun mit der Fraunhofergesellschaft geschlossen.

Von Britta Bielefeld

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