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Göttingen „Freight Yard“ – passt in kein Korsett
Die Region Göttingen „Freight Yard“ – passt in kein Korsett
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14:13 31.07.2018
Die Band „Freight Yard“ tritt 2018 bei „Rock am Kauf Park“ an. Quelle: Markus Riese
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Göttingen

So manche Musikcombo frickelt länger am eigenen Bandnamen herum als am nächsten potenziellen Hit. Bei „Freight Yard“ war das anders, weil einfach naheliegend: Übersetzt heißt „Freight Yard“ nämlich „Güterbahnhof“, und genau dort probt die siebenköpfige Band regelmäßig, meistens etwa zweimal pro Woche. Gleich nebenan lagern die Bodenelemente der Eisbahn, die im Winter hinter der Lokhalle aufgebaut wird. „Eigentlich war das nur ein Working Title, aber wie das dann halt manchmal so ist: Wir sind dabei geblieben“, beschreibt Tiemo Rosin, der Sänger der Band. Mit Josephine Simon gibt es außerdem eine Sängerin, und an den Instrumenten machen Sascha Löwe, Sebastian von Haaren, Lars Knieper, Philip Watzlawik und Nils Bartels ordentlich Dampf.

Authentisch, stilvoll und frisch

„Authentischer Alternativ-Rock, stilvolle Arrangements und frische Stimmen“ – so definieren sich die sieben jungen Musiker, die alle zwischen 22 und 32 Jahren alt sind, im Band-Steckbrief auf ihrer Facebook-Seite. Seit Januar 2016 machen sie nun zusammen Musik, vorher waren sie zum Teil noch in anderen Musikrichtungen unterwegs. In welche Richtung es mit „Freight Yard“ gehen sollte, schien allerdings anfangs noch nicht so ganz klar. Zuerst hätten sie Deutschrock gemacht, davon seien sie dann aber recht schnell wieder abgekommen, erzählen sie rückblickend.

Die Band „Freight Yard“ tritt 2018 bei „Rock am Kauf Park“ an. Quelle: Markus Riese

Überhaupt habe es seitdem eine beachtliche Entwicklung in der Band gegeben. „Am Anfang hat das Schreiben eines Songs schon mal über einen Monat gedauert, heute brauchen wir pro Titel ungefähr zwei Wochen“, beschreibt Gitarrist von Haaren. Sascha Löwe, der ebenfalls Gitarre spielt, ergänzt: „Ein Unterschied ist sicherlich, dass wir die Songs jetzt in Ruhe zu Hause schreiben und dann erst im Übungsraum vorstellen.“ Für das Grundgerüst seien meist die beiden plus Bassist Knieper zuständig; danach überlegen sich Rosin und Simon mögliche Gesangsmelodien und Texte. Acht Songs seien mittlerweile entstanden, und auch hier sei eine Entwicklung erkennbar: „Die drei älteren unterscheiden sich doch schon von den fünf neueren“, findet von Haaren.

Hilfreich sei es, dass sich die Bandmitglieder immer häufiger auch außerhalb der Musik einfach mal privat getroffen haben. „So hatte jeder von uns die Möglichkeit, die anderen besser kennenzulernen, und das vereinfacht doch vieles“, erläutert Rosin. Einige hätten sich zwar vorher über gemeinsame Arbeitgeber schon gekannt, aber eben nicht zusammen Musik gemacht. So kam auch Posaunist Bartels in die Gruppe. „Er hat erzählt, dass er Posaune in einem Musikzug spielt. Da haben wir gesagt: Kann man ja mal ausprobieren“, berichtet Rosin mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Spaß am Experimentieren

Wenn sie in ihrem Übungsraum loslegen, dann meint man eine ganze Reihe Einflüsse herauszuhören. Hier ein bisschen Foo Fighters, da ein Hauch Green Day, dann wieder Elemente der Red Hot Chili Peppers, und plötzlich Theory of a Deadman – in ein Korsett passt „Freight Yard“ nicht so recht. Dazu haben sie wahrscheinlich auch einfach zu viel Spaß am Experimentieren. Viel Wert legen sie dabei auf kritisches Feedback, vor allem aus dem eigenen Freundeskreis. „Unsere Freunde sagen uns auch mal ganz ehrlich, was ihnen nicht gefällt“, so Rosin. Das sei sehr konstruktiv und helfe dabei, die Band und auch die einzelnen Songs weiter zu entwickeln. Für Ende 2018, Anfang 2019 plant die Band eine erste EP, später soll es dann auch ein komplettes Album mit 15 oder 16 Titeln geben. Ruhigere Stücke werden wohl eher weniger dabei sein: „Wir sind nicht so die Balladen-Band“, sind sich die sieben Musiker ziemlich einig.

Den Contest „Rock am Kauf Park“ sehen sie als gute Plattform, um Bühnenerfahrung zu sammeln. Außerdem freuen sie sich über die Connection zu den anderen teilnehmenden Bands. Sängerin Simon findet hierfür die passenden Worte: „Wir machen alle Musik, das verbindet uns.“

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„Rock am Kauf Park“ am 4. August

Die 16. Auflage des Band-Contests Rock am Kauf Park beginnt am 4. August um 20 Uhr auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums „Kauf Park“ in Göttingen. Die drei Nachwuchsbands „Surlife“ (20 Uhr), „Wasted Act“ (20.45 Uhr) und „Freight Yard“ (21.20 Uhr) treten im laut Veranstalterangaben „größten Bandwettbewerb der Region“ gegeneinander an. Jede Band hat 20 Minuten Auftrittszeit zur Verfügung. Im Anschluss kürt eine fachkundige Jury die Gewinnerband, die einen Studio-Aufnahmetag in den Peppermint-Studios in Hannover sowie einen Auftritt beim KWP-Festival am 18. August in Göttingen gewinnt. In den Umbauphasen wird es kurze Showeinlagen der Göttinger Dance Company geben; durch den Abend führt Moderator Andreas Wurm. Nach der Bekanntgabe und einem erneuten Auftritt der Siegerband spielt ab 22.40 Uhr die Antenne Niedersachsen Band feat. Kaya Laß. Der Eintritt ist frei; für Besucher wird ein kostenloser Bus-Pendeldienst zwischen dem Göttinger Bahnhof und dem „Kauf Park“ eingerichtet.

Von Markus Riese

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