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Göttingen Stadt Göttingen ruft zum Nähen auf
Die Region Göttingen Stadt Göttingen ruft zum Nähen auf
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18:49 03.04.2020
Symbolbild Quelle: r
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Göttingen

Auch mit selbst hergestellten Masken kann das Risiko gesenkt werden, einen anderen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken. Daher ruft die Stadt Göttingen Freiwillige dazu auf, Behelfsmasken zu nähen.

Da aktuell Mund-Nasen-Schutzmasken knapp werden, der Bedarf gleichzeitig aber steige, sucht die Verwaltung nach Alternativen bei der Herstellung. Selbstgenähten Masken sollen beispielsweise Hebammen oder sozialen Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, der Straßensozialarbeit oder der Wohnungslosenhilfe zur Verfügung gestellt werden.

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Nähmaschine benötigt

„Wer Zeit und Interesse hat, ist also aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen“, heißt es in dem Aufruf vom Freitag. Die Stadt stelle das Material und Nähanleitungen kostenlos zur Verfügung. Interessierte sollten allerdings über Nähmaschine und Schere verfügen.

Das Material für die Masken kann montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr in der Mehrzweckhalle Grone an der Heinrich-Heine-Schule, Backhausstraße 14, in Göttingen abgeholt werden. Dort sollen die genähten Masken zur weiteren Verteilung auch wieder abgegeben werden.

Abstandsregeln gelten weiter

Auf keinen Fall sollte das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer Behelfsmaske jedoch dazu verleiten, die Abstandsregeln nicht mehr einzuhalten. Auch müsste weiterhin auf Handhygiene und die Regeln bei Husten und Niesen geachtet werden. Gleichzeitig warnt die Stadt vor falscher Anwendung der Masken: Von der durchfeuchtete Masken müssten umgehend ausgewechselt werden.

Von Markus Scharf

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