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Göttingen Fridays for Future macht den Leinekanal in Göttingen sauber
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Fridays for Future macht den Leinekanal in Göttingen sauber

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19:00 19.06.2020
Müllsammelaktion von „Fridays For Future“ Göttingen im Leinekanal in der Innenstadt. Quelle: Tammo Kohlwes
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Göttingen

Ein „Zeichen gegen Umweltverschmutzung“ hat die Umweltschutzbewegung „Fridays for Future“ am Freitagnachmittag in Göttingen gesetzt: Eine kleine Gruppe junger Umweltschützer holte den Müll aus dem Leinekanal, der durch die Innenstadt fließt. Es blieb nicht die einzige Aktion für den Umweltschutz an diesem Tag: Vor dem Alten Rathaus machte Greenpeace mit seiner „Deutschlandtour“ Station.

Es sei wichtig, auch in Zeiten der Corona-Pandemie auf die Gefahren von Klimawandel und Umweltverschmutzung hinzuweisen, schreiben die Organisatoren von „Fridays For Future“ in ihrer Mitteilung zur Aktion. Der Leinekanal sei in Göttingens Innenstadt naheliegender Schauplatz einer Müllsammelaktion, sagt Tim Wiedenmeier von der Göttinger Ortsgruppe der Organisation. So watete dann die eine Hälfte der Freiwilligen durch den Leinekanal, während die andere Hälfte den Müll an die Ufer holte. Abgeholt werden soll der Müll nach Angaben Wiedenmeiers von den Göttinger Entsorgungsbetrieben.

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In Gummistiefeln den Leinekanal hinab

Überhaupt habe sich die Stadt nicht nur kooperativ, sondern auch erfreut über die Aktion der Umweltschützer gezeigt, so Wiedenmeier. Denn: Am Leinekanal fällt stellenweise eine ganze Menge Müll an, die im Wasser landet, aber auch die Ufer des Kanals verdreckt. Damit keine Tiere im und am Leinekanal gestört werden, hätten sich die Aktivisten vorab zum Beispiel über Brut- und Setzzeiten von Wasservögeln informiert, betont Wiedenmeier.

Eigentlich war die Müllsammelaktion am Leinekanal wie viele andere „Fridays For Future“-Veranstaltungen für eine größere Gruppe geplant – Corona machte die Umsetzung unmöglich. Über die Sozialen Netzwerke habe man zum dezentralen Müllsammeln aufgerufen, sagt Wiedenmeier. Der Leinekanal blieb so Zuständigkeitsbereich einer kleinen Gruppe, die sich mit Gummistiefeln, Eimern an Seilen und Müllzangen ihren Weg den Kanal hinunter vom Bismarckhäuschen bis zum Carré bahnte. Meterlange Metallstangen, kistenweise Glasflaschen und ein Tablet-Computer gehörten zu den skurrilsten Fundstücken.

Aktion von Greenpeace am Alten Rathaus. Quelle: Tammo Kohlwes

Greenpeace-Aktion am Neuen Rathaus

Auch am Gänseliesel vor dem Alten Rathaus stand am Freitag Nachmittag die Umwelt im Mittelpunkt: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace machte mit ihrer „Deutschlandtour“ Station in Göttingen. An einem drei Meter großen Regenbogen konnten die Menschen ihre Zukunftsvisionen, ihre Fragen und Anregungen für einen besseren Umweltschutz aufschreiben. Die Mitglieder der Göttinger Ortsgruppe von Greenpeace standen für Gespräche und Informationen zur Verfügung.

Sie erreichen den Autor per Mail an lokales@goettinger-tageblatt.de.

Von Tammo Kohlwes

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