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Göttingen Friedländer Daniel Raub behält seinen Stern
Die Region Göttingen Friedländer Daniel Raub behält seinen Stern
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21:14 26.02.2019
Daniel Raub darf seinen Stern behalten. Ausgelassen feierte er mit Familie und Mitarbeitern.
Daniel Raub darf seinen Stern behalten. Ausgelassen feierte er mit Familie und Mitarbeitern. Quelle: Hinzmann
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Friedland

„Es bleibt alles beim Alten“, sagte der überglückliche Daniel Raub. Er hatte sich mit seiner Crew am Nachmittag im Restaurant Biewald getroffen, gemeinsam auf die Entscheidung hingefiebert. Für ihn ist es der fünfte Stern in Folge. Seine erste Auszeichnung hatte er 2014 bekommen.

Die Anspannung stand dem Gastronom noch ins Gesicht geschrieben. „So langsam wird sie nachlassen“, erzählte der Sternekoch. Ein Gefühl im Vorfeld, ob es wirklich wieder klappen würde, hatte er nicht. Je näher der Tag heranrückte, umso aufgeregter wurde er. Die letzten 14 Tage waren seine Nächte nicht wirklich erholsam. Im Unterbewusstsein beschäftigte er sich mit der Entscheidung. „Wir haben optimal gearbeitet“, berichtete Raub, der natürlich ganz genau weiß, dass bei einer solchen Entscheidung nichts planbar ist. Doch die Kritiker waren sich offensichtlich einig, verliehen ihm das „Objekt der Begierde“.

Nichts gegen einen weiteren Stern

Karin Raub, Mutter und Inhaberin, hätte auch nichts gegen einen zweiten Stern gehabt. „Natürlich würde man sich über einen weiteren Stern freuen“, sagte sie, die aber auch so sehr glücklich war. Sie hofft, dass noch mehr Gäste den Mut haben werde, eine Sterneküche auszuprobieren. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Mut dazu gehört“, sagte sie.

Ans Arbeiten wollte die Raub-Mannschaft allerdings am Dienstag nicht denken. Denn der Tag der Bekanntgabe war exakt mit dem Ruhetag in Friedland zusammengefallen. So konnten es sich Daniel Raub und seine Crew bei frühlingshaften Temperaturen auf der Terrasse gut gehen lassen. Die Glasplatte des Gartentisches, die einer aus dem Baum fallenden leeren Champagnerflasche nicht standhalten konnte, wurde als gutes Omen für die Zukunft gewertet.

„Es war schwer vorstellbar, dass es bei dem Aufwand, den wir betrieben haben, nicht gereicht hätte“, sagte Leon Sander. Er hat seine Ausbildung bei seinem Chef absolviert, ist seit einem Monat Küchenchef im Augusta und wie alle anderen Mitarbeiter extrem stolz auf den Stern. Der eigens von einer Kollegin Gebackene hatte nicht allzu lange Bestand, sondern wurde gerecht unter Belegschaft und Gästen aufgeteilt.

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Von Vicki Schwarze