Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Friedland will künftig grünen Strom
Die Region Göttingen Friedland will künftig grünen Strom
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:47 23.11.2011
Von Jürgen Gückel
Eines der grünen Kraftwerke im Gemeindegebiet: Die Photovoltaikanlage auf der Zentraldeponie in Deiderode. Quelle: Hinzmann
Anzeige
Friedland

Bisher hat die Gemeinde in ihrem Gebiet 46 Abnahmestellen – von den Dorfgemeinschaftshäusern über die Feuerwehren bis zum Rathaus. 2011 sind dafür Stromkosten in Höhe von rund 67 400 Euro eingeplant. Für 2012 sind es sogar 73 900 Euro. In beiden Jahren kommen die Kosten der Straßenbeleuchtung hinzu, die vom bisherigen Anbieter, der Eon Mitte, mit einem anderen Arbeitspreis abgerechnet werden. Die Straßenbeleuchtung wird für dieses Jahr mit 108 400 Euro und für 2012 mit 123 900 Euro veranschlagt.

Bisher nutzt die Gemeinde einen sogenannten Vario-Kommunal-Tarif der Eon Mitte, der einen Arbeitspreis von 16,43 Cent beziehungsweise für Straßenbeleuchtung von 13,11 Cent je Kilowattstunde beinhaltet. Mit Grundpreis, Strom- und Umsatzsteuer und abzüglich eines Bonus ergeben sich daraus Tarife von 21,50 Cent je Kilowattstunde für die Hausanschlüsse und 18,00 Cent für Straßenbeleuchtung. Ein Antrag der Grünen-Fraktion hatte noch in der alten Wahlperiode dazu geführt, dass die Gemeinde zunächst einen Überblick über die Verbrauchsstellen und Tarife vorlegt und dann nach ökologischen Alternativen sucht. Die Energiewende, da ist man sich im Rat einig, solle sich nicht nur im Bau ökologischer Kraftwerke niederschlagen. Schon jetzt wird im Gemeindegebiet gut ein Drittel so viel Energie ökologisch erzeugt, wie die Gemeinde verbraucht. Auch Einsparen will man. Und was verbraucht wird, soll aus ökologischen Quellen stammen.

Anzeige

Frühestens drei Monate vor dem Jahresende 2012 können die bisherigen Verträge gekündigt werden. Bis dahin soll nach einem alternativen Anbieter gesucht werden, beschloss der Finanzausschuss. Um dies wettbewerbsrechtlich korrekt abzuwickeln, wird über eine kommunale Agentur eine Ausschreibung vorbereitet.

Darüber hinaus, so verlangte Grünen-Ratsherr Wolfgang Meier-Andres, solle geprüft werden, ob Straßenlaternen nicht wie in Göttingen mit einer sensorgesteuerten Regeltechnik versehen werden, die das Licht dämpft, so lange keine Fahrzeuge oder Personen in der Nähe sind. Die Stadt Göttingen testet derzeit an drei Stellen, darunter im Nonnenstieg, verschiedene Systeme dieser Energiespar-Beleuchtung.