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Göttingen Frische Farbe, dichte Fenster und neue Fachräume
Die Region Göttingen Frische Farbe, dichte Fenster und neue Fachräume
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18:37 11.08.2011
Sanierung- und Modernisierung in den Ferien: In den BBS III in Göttingen wird der Ausbildungsbereich Ernährung ausgebaut.
Sanierung- und Modernisierung in den Ferien: In den BBS III in Göttingen wird der Ausbildungsbereich Ernährung ausgebaut. Quelle: CR
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Göttingen

Wo gehobelt wird, fallen Späne, und laut ist es meistens auch. Stadt und Handwerker nutzen alljährlich die unterrichtsfreie Zeit, um störende Arbeiten zu erledigen. 21 mittelgroße und größere Projekte in 16 Schulen umfasst ihr Pensum in den Göttinger Schulen in diesem Sommer. Hinzu kommen laut Stadtverwaltung viele kleinere Renovierungen, die zusammen schon 500 000 Euro ausmachen.

Allein 1,59 Millionen Euro fließen in die Voigt-Realschule an ihrem neuen Standort in Weende in den Gebäuden der bisherigen Personn-Realschule. Die beiden fusionieren zum neuen Schuljahr (Tageblatt berichtete). Zurzeit werden der Klassentrakt weiter saniert und der Verwaltungsbereich umgebaut. 640 000 Euro kostet die ebenfalls laufende energetische Sanierung von Haus H2 der Geschwister–Scholl–Gesamtschule (KGS). 268 000 Euro investiert die Stadt in neue Fenster in zwei Ebenen der Georg–Christoph–Lichtenberg–Gesamtschule (IGS). Und die Sanierung der Toiletten sowie neue Oberlichtfenster in der Hainbundschule schlagen mit 235 000 Euro zu Buche.

Zu den größeren Baumaßnahmen zählen auch modernere Heizungen in der Schule am Tannenberg (250 000 Euro), die Teilsanierung der Schmutz- und Regenwasserentsorgung am Hainberg–Gymnasium (100 000 Euro), die Sanierung der Schülertoiletten am Theodor–Heuss–Gymnasium (98 000 Euro), eine sogenannte Ausgabe–Mensa in der Außenstelle des Felix–Klein–Gymnasiums (77 000 Euro) und zusätzliche Feuertreppen als zweiter Rettungsweg an der Lohbergschule (70 000 Euro).

Darüber hinaus werden am Otto–Hahn–Gymnasium ein Naturwissenschaftsraum erneuert, in der Außenstelle des Max–Planck–Gymnasiums Regenwasserkanäle und Fußböden saniert und in der Erich–Kästner–Schule ein Datennetz installiert. In den Sommerferien 2010 hatte die Stadt 3,4 Millionen Euro umgesetzt, um Schulen auf Vordermann zu bringen, im Jahr davor 1,75 Millionen Euro.

Größtes Vorhaben des Landkreises in diesem Jahr ist die Erweiterung der IGS in Bovenden. Der Gebäudeneubau startet aber erst im Herbst. Im Sommer werden zwei Container als provisorische Klassenräume installiert und die Beleuchtung in Klassenräumen und Verwaltungstrakt saniert. Außerdem wird die Essensausgabe von 80 auf 140 Plätze für 300 000 Euro erweitert. Diese Arbeiten werden sich allerdings noch ins neue Schuljahr erstrecken. Bei der ersten Ausschreibung gab es kein einziges Angebot.

Rund 250 000 Euro werden in die Berufsbildenden Schulen BBS III in Göttingen investiert. Der Ernährungsbereich wird modernisiert und eine neue Fleischerei eingebaut. Mit der BBS II in Northeim wurden die Ausbildungszweige neu sortiert, um sie als „Kompetenzzentren“ zu profilieren. Geräte werden zwischen Göttingen und Northeim ausgetauscht. Die Göttinger Schule am Ritterplan konzentriert sich auf Ausbildungsbereiche für Fleischer, Bäcker und Fachverkäufer, Northeim auf Agrarwirtschaft, Fachwerker im Gartenbau, Gärtner und Floristen. Ob alles zum Unterrichtsbeginn fertig wird, ist noch offen. „Wir geben uns gerade große Mühe“, sagt Verwaltungsmitarbeiterin Erika Falk.

An der Arnoldi-Berufsschule in Göttingen wird das Flachdach für 140 000 Euro saniert, an den BBS II geht es mit der Betonsanierung an der Südseite weiter, und die BBS in Duderstadt bekommt für 105 000 Euro eine Heizkesselmodernisierung. Außerdem werden unter anderem im Eichsfeld-Gymnasium in Duderstadt rund 50 000 Euro in die Chemieunterrichtsräume investiert und 52 000 Euro in die Modernisierung eines Fachunterrichtsraumes an der Werra-Realschule in Hann. Münden.

Von Ulrich Schubert und Gerald Kräft