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Göttingen Fünf Jahre Gefängnis für Totschlag in Göttingens Groner Landstraße 9a
Die Region Göttingen Fünf Jahre Gefängnis für Totschlag in Göttingens Groner Landstraße 9a
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20:15 30.05.2013
Von Jürgen Gückel
Tatort: Groner Landstraße 9 in Göttingen.
Tatort: Groner Landstraße 9 in Göttingen. Quelle: Heller
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Göttingen

Das Gericht sieht die Haftzeit auch als Chance für den Verurteilten an, von seiner Abhängigkeit von Alkohol und Benzodiazepinen weg zu kommen.

Eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt ordnete das Gericht nicht an, obwohl die Tat unter 3,38 Promille Blutalkohol und Arzneieinfluss stattfand. Eine „Alkoholisierung, die ungewohnte Trinker nicht lebend erreichen“, sagte der vorsitzende Richter, Ralf Günther. Der Verurteilte sei aber vorher unbestraft und die Tat nicht Folge seines Hanges zu den Rauschmitteln gewesen.

Der 56-Jährige und sein Opfer hatten über Weihnachten „in Anführungsstrichen gemeinsam gesoffen“, so Günther. Dann habe der 41-Jährige den Mitbewohner aber immer wieder mit einem portugiesischen Schimpfwort beleidigt, dessen Bedeutung er aber offenbar selbst nicht kannte.

Sinngemäß heißt es Hurensohn. Das Opfer glaubte aber, es sei eine extreme sexuelle Beleidigung für eine Frau. Die ständige Wiederholung des Schimpfwortes hatte den Frührentner schließlich zum Messer greifen und dieses dem Zechkumpanen ins Herz rammen lassen.

Verteidiger Steffen Hörning hatte in seinem Plädoyer vergeblich argumentiert, der Stich müsse als gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge angesehen worden. Das Gericht wertete ihn als Totschlag.

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