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Göttingen Fünf Toiletten für Pferde in Billingshausen
Die Region Göttingen Fünf Toiletten für Pferde in Billingshausen
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17:04 15.07.2013
Pferdeäpfel müssen  weg von der Straße: Oliver Westphal-Pabst und Ramona Westphal leeren die große Mistwanne.
Pferdeäpfel müssen  weg von der Straße: Oliver Westphal-Pabst und Ramona Westphal leeren die große Mistwanne. Quelle: Hinzmann
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Billingshausen

Fünf Pferde-Toiletten hat die Billingshäuser Dream Ranch in den vergangenen Jahren im Dorf aufgestellt: Wanne und Schaufel für die Reiter. Für ihre Stallmieter und für andere Reiter ist das eine große Hilfe: So können sie den Mist sogar gleich wegmachen. Sie könnten ihren Ausritt auch erst beenden, sagt Dirk Huhnold aus der Bovender Gemeindeverwaltung. Danach müssen die Mieter aber für Ordnung sorgen.

Wannen für Pferdemist

Damit die Wege nicht zu weit sind, haben Ramona Westphal und Oliver Westphal-Pabst  von der Dream Ranch die Pferde-WCs eingeführt und wollen sogar auf sieben aufrüsten, wenn die Bauarbeiten für die Dorferneuerung beendet sind. Einmal monatlich fahren sie ihre Runde und leeren die großen Wannen. Bei einer Tour treffen sie Helga Hessing. Sie holt sich einen Eimer Mist als Dünger für ihren Garten. Das machen viele, weiß Ramona Westphal. Doch es komme auch vor, dass Hundekot oder Abfall in den Wannen für den Pferdemist entsorgt wird. Für die Chefin des Reitbetriebs heißt das mehr Arbeit. Denn alles, was nicht von den Pferden kommt, muss sie wieder aussortieren. Sonst sei der Mist nicht weiterverwertbar.

Pferde auf der Straße eher selten

Meike Buhre (32) aus Bovenden hat seit 20 Jahren Pferde und hält sie auf eigenem Land. Positiv erlebt sie bei jedem Ausritt durch Bovenden die Freude übers Pferd, besonders groß sei sie bei Kindern und bei älteren Menschen. Denn Pferde auf der Straße seien heute eher selten. Wenn ihr Pferd auf dem Weg zur Reitanlage des Reitervereins Bovenden einmal äpfelt, räume sie die Hinterlassenschaft weg. Für Vereinsmitglied Buhre ist das keine Frage.

Vorgärten sind für Pferdehufe tabu

Ramona Westphal hat auf der Dream Ranch das Schreiben der Gemeinde aufgehängt, in dem die Reiter auf ihre Pflicht hingewiesen und gebeten werden, die Verunreinigungen wegzuräumen – schon aus Rücksicht auf die anderen. Das sei für ein gutes Zusammenleben wichtig, meint auch Westphal und setzt auf gute Ausbildung der Reiter. In anderen Bundeländern seien die Regeln viel strenger: Beispielsweise dürften Mensch und Pferd vielerorts nur auf ausgewiesenen Reitwegen unterwegs sein. Eines gilt allerdings auch in Billingshausen: Vorgärten sind für Pferdehufe tabu. Schnell seien die Rasenstreifen zerritten.

Von Ute Lawrenz