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Göttingen Risiko für Bluthochdruck senken
Die Region Göttingen Risiko für Bluthochdruck senken
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15:18 22.11.2017
Schüler präsentieren ihre Plakate: Energy-Drinks und ihre Gefahren waren ein Schwerpunkt beim Gesundheitstag an der BBS 3. Quelle: Vera Wölk
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Göttingen

„Die Schüler haben sich in der Vorbereitung auf den Tag intensiv mit Energy-Drinks auseinandergesetzt“, erklärte Verena Hegemann, Abteilungsleiterin des berugflichen Gymnasiums. Energy-Drinks, die einen hohen Koffeinanteil haben, würden von einem Großteil der Jugendlichen konsumiert. „Wenn dann noch Alkohol und Rauchen hinzukommt, dann erhöht sich das Risiko an Bluthochdruck zu erkranken um ein Vielfaches“, sagte Hegemann. In Deutschland litten rund fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen unter Bluthochdruck. Das Gefährliche daran sei, dass hoher Blutdruck keine Schmerzen verursache und dadurch oftmals erst spät erkannt werde. Eine Gruppe hat sich außerdem mit dem Salzgehalt verschiedener Lebensmittel beschäftigt. Salz wirke sich negativ auf die Blutwandgefässe aus und lasse dadurch den Blutdruck ansteigen. „Die Gefahr durch Salz wird oftmals unterschätzt und deshalb wollen wir neute darüber informieren“, sagten Saskia und Jessica, die einen Stand zum Thema Salz betreuten. Ebenso wie die Gruppe, die zum Thema Energy-Drinks aufklärte, hatten sie hierfür Plakate erstellt. Ein weiterer Faktor für Bluthochdruck sei Stress, deshalb zeigte eine Gruppe, wie Menschen ihre Pausen aktiv gestalten können, um Stress zu reduzieren. Für die Übungen, die auch im Büro angewendet werden können, sind keine Hilfsmittel erforderlich.

Organisiert wurde der Gesundheitstag erneut von Dr. Martin Hulpke-Wette, Kinderarzt und Kinderkardiologe, sowie Dr. Volker Schettler vom Blutdruckinstitut Göttingen. „In Göttingen haben bereits einige Menschen unter 25 Jahren einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erlitten“, sagte Hulpke-Wette. Die Ursachen seien dabei identisch zu denen bei älteren Menschen. „Zu den Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen egal, ob aktiv oder passiv, Übergewicht und verschiedene Medikamente“, sagte der Kinderkardiologe. Während des Aktionstages konnten die Schüler nicht nur ihren Blutdruck messen lassen, sondern auch die Durchlässigkeit ihrer Halsschlagader untersuchen lassen. Zudem erfuhren die Jugendlichen, wie sie durch eine gesunde Ernährung ihr Risiko für Bluthochdruck senken können.

Von Vera Wölk

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