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Göttingen Demonstrationen für Abrüstung und gegen Braunkohle
Die Region Göttingen Demonstrationen für Abrüstung und gegen Braunkohle
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23:17 17.11.2018
Umweltschützer protestieren vor dem Alten Rathaus gegen Kohleverstromung und für den Klimaschutz. Quelle: Markus Riese
Göttingen

Wer am Sonnabend gegen Mittag am Göttinger Gänseliesel unterwegs war, stieß fast zwangsläufig auf zwei auffällige Aktionen: Die Regionalgruppe Göttingen der Sammlungsbewegung „aufstehen“ warb unter dem Motto „Würde statt Waffen“ für eine militärische Abrüstung, während Mitglieder von Greenpeace Göttingen und andere Umweltschützer im Wortsinne gegen Braunkohle trommelten.

Gegen die Erhöhung von Rüstungsausgaben

Am 28. Juli dieses Jahres hatte sich die Göttinger Regionalgruppe der von der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht initiierten „aufstehen“-Bewegung formiert. „Mittlerweile haben wir 69 Mitglieder“, berichtete Gründungsmitglied Janine Rutkowski. Dazu kämen noch all diejenigen, die nicht über Facebook organisiert seien. Nach zwei Gruppentreffen sei nun zum ersten Mal ein Infostand in der Innenstadt organisiert worden. Auf Flyern, Postkarten und Buttons warben die Aktiven dafür, sich gegen die Erhöhung der Rüstungsausgaben zu stellen.

Infostand der Regionalgruppe Göttingen der Bewegung „aufstehen“. Quelle: Markus Riese

„Abrüsten statt Aufrüsten“ lautete das Motto auch auf einem Flugblatt, das Manfred Engelbert vor dem Stand verteilte. Wer wollte, konnte in diesem Sinne eine Erklärung unterzeichnen oder sich generell über die Bewegung informieren, die sich unter anderem auch für eine Mindestrente einsetzt, wie sie in den meisten europäischen Ländern üblich sei. „Es geht bei uns vor allem darum, überparteilich einzelne Politiker zu unterstützen, die im sozialen Sinne arbeiten“, erklärte Rutkowski ihre Motivation. Auf der Facebook-Seite der Gruppe schrieb sie am Nachmittag allerdings: „Schade, dass wir so viele Gruppen-Mitglieder haben und so wenig tatsächlich sich heute haben blicken lassen“. Das nächste Gruppentreffen sei nun für den 27. November geplant.

Dezember wichtig für Energiewende

Wenige Meter vom „aufstehen“-Aktionsstand entfernt brachten sich zeitgleich Ehrenamtliche von Greenpeace Göttingen in Stellung. Zusammen mit „Fossil Free Göttingen“, weiteren Umweltschützern vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und begleitet von mehreren Trommlern stellten sie sich vor dem Alten Rathaus auf, um symbolisch ab „fünf vor zwölf“ lautstark gegen Braunkohle zu demonstrieren. Einige Besucher waren dem Aufruf gefolgt, sich mit Kochtöpfen und Eimern an der Aktion zu beteiligen.

Jondalar Kuß hält eine Rede für den Klimaschutz. Quelle: Markus Riese

Jondalar Kuß von Greenpeace Göttingen betonte in einer kurzen Ansprache, dass es jetzt darum gehe, die Politik wachzurütteln, um die drohende Klimakrise nicht noch mehr zu verschärfen und eine Energiewende zu erreichen. Für diese werde der Dezember ein wichtiger Monat: „In Polen findet die Weltklimakonferenz statt, in der Kohlekommission wird um ein Ausstiegsdatum gerungen, und im Bundestag entscheidet sich, ob Deutschland sich an sein Versprechen halten wird und schnell aus der Kohle aussteigt, um die Pariser Klimaziele noch zu erreichen“, erläuterte Kuß. Es brauche nun „öffentlichen Druck“.

Bus zur Klima-Demo in Köln

Eine gute Gelegenheit, sich gegen die weitere Kohleverstromung und für den Klimaschutz einzusetzen, seien zwei große zeitgleiche Demonstrationen am 1. Dezember in Köln und in Berlin. Zur Kölner Kundgebung organisiere Greenpeace eine Busfahrt ab Göttingen. Um sich dafür gemeinsam „in Stimmung zu bringen“, stellten die Ehrenamtlichen am Sonnabend auch Material zum Basteln und Gestalten von Bannern zur Verfügung.

Banner von Greenpeace vor dem Alten Rathaus. Quelle: Markus Riese

Von Markus Riese

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