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Göttingen Für Bomben-Geschichte unterwegs bis nachts um zwei Uhr
Die Region Göttingen Für Bomben-Geschichte unterwegs bis nachts um zwei Uhr
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10:54 01.06.2010
Aufmerksame Zeitungslektüre im Klassenzimmer: Schüler der 4c auf der Suche nach dem Tageblatt-Impressum. Quelle: Pförtner
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Die Kinder wollen wissen, woher das Zeitungspapier stammt (Bäume müssen kaum gefällt werden, denn das Tageblatt besteht zu 99 Prozent aus Altpapier). Außerdem werden Fragen nach Finanzen und Freizeit gestellt. Die Kinder erfahren, dass angehende Redakteure (Volontäre) ungefähr soviel verdienen wie Referendare, die angehenden Lehrer.

Dass der Arbeitsalltag eines Journalisten nicht im Voraus planbar ist, macht die Geschichte von der Bombenentschärfung in Göttingen deutlich. Staunende Gesichter sind auszumachen als Tageblatt-Fotograf Swen Pförtner berichtet, dass er sein letztes Foto am Abend der Evakuierung nachts um zwei Uhr geschossen hat.

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Wenig Freizeit – das gefällt den Kindern nicht so gut. Allerdings stimmen sie zu, dass eine spannende Geschichte wie die von der Bombe diesen Mangel ausgleichen kann.

Kritisch haben die Kinder der Klasse 4 b bei Lehrerin Gisela Illing-Angerstein das Tageblatt in den letzten Tagen unter die Lupe genommen. Dabei sind ihnen Rechtschreibfehler aufgefallen. Doch als die Grundschüler an Diktate und Aufsätze aus dem Deutschunterricht denken, sehen sie ein, dass sich Fehler trotz aller Bemühungen einschleichen können.

1192 Viertklässler aus 32 Schulen der Region beteiligen sich an der Tageblatt-Aktion „Zeitung in der Grundschule“. Eine Woche lang bekommen sie die aktuelle Zeitung geliefert und arbeiten damit im Unterricht. Dann besuchen Mitarbeiter der Redaktion jede der 58 Schulklassen. Unterwegs waren Kathrin Lienig, Swen Pförtner und Björn Dinges in der Grundschule Gieboldehausen.

Dennoch haben sie Spaß beim Zeitungslesen – und auch die täglichen Rätsel (Sudoku, Kreuzworträtsel) sowie der Rabenau-Comic sind ihnen aufgefallen. Einige gute Witze, die die Schüler auf Lager haben, wollen sie per E-Mail an taggi@goettinger-tageblatt.de schicken – die sind dann später auf der mittwochs erscheinenden Tageblatt-Kinderseite zu lesen.

Nach der Erstklässler-Beilage mit den großen Klassenfotos haben sich viele Schüler der Klasse 4 a danach noch weitere Male in der Zeitung wiederentdeckt. Lehrerin Rita Reinecke nickt zustimmend, als Anna-Lena vom Rollschuh-Musical in der Göttinger Godehardhalle, bei dem sie mitgetanzt hat, und von der Berichterstattung darüber erzählt. Josias ist Fan der Kinderuni und hat nach den Vorlesungen dort schon für das Tageblatt Rede und Antwort gestanden. Interessiert stellt er viele Fragen, eine bleibt ihm aber zunächst unbeantwortet: „Wieviele Journalisten gibt es auf der Welt?“ Bei der Recherche unter Kollegen in der Redaktion gibt es einen, der sofort wusste, wo er mehr darüber erfahren kann. Michael Bohl, Sportredakteur des Eichsfelder Tageblatts, hat einen guten Draht zum Deutschen Journalistenverband und innerhalb kürzester Zeit erfahren, dass es in Deutschland etwa 70 000 Redakteure in den verschiedenen Bereichen Zeitung, Rundfunk und Fernsehen, aber auch immer mehr im Online-Bereich gibt.

Justus ist bekennender Basketball-Fan und regelmäßiger Besucher der BG-Spiele in der Göttinger Lokhalle. Er hat schon einmal beobachtet, dass ein Fotograf, der in unmittelbarer Nähe zum Korb gesessen hat, bei einem Freiwurf vom Hallensprecher aufgefordert wurde, dort wegzugehen. „Der sollte die Konzentration des Spielers nicht stören“, sagte der kleine Basketball-Experte.

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