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Göttingen Fukushima-Aktionstag in Göttingen
Die Region Göttingen Fukushima-Aktionstag in Göttingen
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00:25 10.03.2018
In Göttingen wird gegen Atomenergie protestiert Quelle: r
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Göttingen

Einen Tag vor dem siebten Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima, am Sonnabend, 10. März, wird in Göttingen ein Aktionstag gegen alle Atomanlagen organisiert. Aufgrund eines Erdbebens am 11. März 2011 ereignete sich im Atomkraftwerk in Fukushima mehrere schwere Störfälle. Die Auswirkungen der Katastrophe betreffen bis heute Menschen auf der ganzen Welt, teilt die Initiative mit.

Noch immer sind Atomkraftwerke in Deutschland in Betrieb, obwohl die Frage der Lagerung des entstehenden Mülls völlig ungeklärt ist. Veraltete Kernkraftwerke, wie beispielsweise Tihange in Belgien, versetzten die Menschen in der Umgebung in Angst. Obwohl Wissenschaftler, der Initiative zufolge, vor dem drohenden Super-GAU warnen wird das Kraftwerk weiterhin mit Brennstäben aus Niedersachsen versorgt.

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Fukushima ist 8000 Kilometer von Göttingen entfernt. Zum Atomkraftwerk in Grohnde sind es nur 66 Kilometer. Die Gefahren dieser Technik betreffen die Stadt Göttingen also direkt, sagt die Initiative.

Der Aktionstag soll auf diese Tatsachen aufmerksam machen. Um 12.30 Uhr beginnt am Fukushima-Stein auf dem Hiroshima-Platz eine Mahnwache mit Pflanzaktion. Die Demonstration beginnt von dort um 12.55 Uhr mit einer schneckenförmigen Umrundung der Innenstadt und endet um 14.15 Uhr am Gänseliesel. In den jeweiligen Himmelsrichtungen werden Wegweiser mit Kilometerangabe zu besonders gefährlichen Atomstandorten aufgestellt. An diesen Stationen wird über die jeweilige Anlage informiert.

Im Anschluss der Demonstration ist das Gänseliesel Schauplatz der Kundgebung mit Live-Musik und einer Ausstellung. Rolf Bertram berichtet in seiner Rede über die Gefahren der Atomanlagen im Störfall als auch im Regelbetrieb. Der ehemalige Professor für physikalische Chemie ist erklärter Atomkraftgegner und unter anderem in der Begleitgruppe zum Atomlager Asse tätig.

Einen Erfahrungsbericht wird es von Kanako Decke-Cornill geben, die sich zum Zeitpunkt der Katastrophe in Fukushima in Japan aufhielt. Sie arbeitete in einer Elterninitiative, die Eltern über die Folgen der Katastrophe informierte.

Als Einstimmung auf diesen Aktionstag zeigt die Anti-Atom-Initiative in Kooperation mit dem Lumiere am Donnerstag, 8. März, den Dokumentar-Film „Fursusato - Wunde Heimat“ mit anschließender Diskussion.

Von Lisa Hausmann

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