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Göttingen Furtwängler: „Es ist schön, in Göttingen zu ermitteln“
Die Region Göttingen Furtwängler: „Es ist schön, in Göttingen zu ermitteln“
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00:21 06.07.2018
„Tatort“-Dreharbeiten mit Florence Kasumba und Maria Furtwängler  in Göttingen.
„Tatort“-Dreharbeiten mit Florence Kasumba und Maria Furtwängler in Göttingen. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Florence Kasumba und Maria Furtwängler traten mit mehr als einer Stunde Verspätung vor die wartenden Journalisten. Auch die Regisseurin und eine Redakteurin stellten sich für ein Foto und Fragen zur Verfügung. Die Frage, ob es denn künftig weitere „Tatort“-Folgen aus Göttingen geben wird, wollten die vier Frauen allerdings nicht eindeutig beantworten. Nur so viel sagte Furtwängler: „Es ist reizvoll, hier zu drehen. Göttingen ist eine Unistadt voller junger Leute, mit einem historischen Stadtkern und den Gebrüdern Grimm. Wir haben Lust auf Göttingen.“

Furtwängler erstmals an der Seite von Florence Kasumba

Im Göttingen-„Tatort“ spielt Furtwängler alias Charlotte Lindholm erstmals an der Seite von Florence Kasumba alias Anaïs Schmitz, weil Lindholm nach Göttingen strafversetzt wurde. Aber auch die Frage, ob das neue Ermittlerduo künftig in Göttingen weitere gemeinsame Fälle lösen werde, blieb offen. „Mal sehen, ich bin gespannt”, so Furtwängler. „Es ist spannend, zu dem Ermittlerteam zu gehören”, sagte Kasumba. Die Stadt Göttingen haben sich die Schauspielerinnen unterdessen noch nicht angeschaut. „Es ist ein Elend, am Ende dreht man nur und kommt nicht dazu, sich die Stadt anzusehen”, so Furtwängler. Dabei habe Lindholm doch in Göttingen studiert. Nun arbeitet sie dort – mit einer neuen Kollegin. „Es ist schön, in Göttingen zu ermitteln”, so Furtwängler. Ob in Göttingen weitere „Tatorte“ gedreht werden oder nicht, bleibt also noch offen. Sicher ist zumindest, dass laut einer NDR-Pressemitteilung Schmitz in den kommenden Fällen mit Charlotte Lindholm zusammenarbeiten wird.

Das Göttinger „Tatort“-Team, bestehend aus Regisseurin Franziska Buch, Schauspielerin Maria Furtwängler, Schauspielerin Florence Kasumba und NDR-Redakteurin Sabine Holtgreve (v.l.n.r.) Quelle: Hinzmann

Die GSG ist seit Sonntag bereits als Ort für die Dreharbeiten von dem TV-Produktionsteam in Beschlag genommen. Schulleiter Tom Wedrins freut sich darüber: „Es ist alles ganz easy, die Leute sind alle sehr nett und freundlich”, sagte er am Dienstag. Nur Hausmeister Jens Grosse habe derzeit alle Hände voll zu tun, denn manchmal liefen die Dreharbeiten bis in den späten Abend hinein. Viele der Schüler sind trotz der Sommerferien in der Schule – als Komparsen.

Göttingen-„Tatort“ handelt von Kapitalverbrechen

Der erste gemeinsame Fall von Lindholm und Schmitz, so Regisseurin Franziska Buch, handle von einem Kapitalverbrechen. Das gehe den beiden Kommissarinnen stark an die Nieren: In der Umkleidekabine eines Schul-Sportplatzes wird entdeckt, dass dort eine Frau unter mysteriösen Umständen mutterseelenallein entbunden hat. Manches deutet auf ein Verbrechen hin. Wo sind Mutter und Kind, leben sie noch? „Das Drehbuch ist extrem wichtig”, sagte sie. Buch hat gemeinsam mit Stefan Dähnert und Jan Braren das Drehbuch für den „Tatort: Born to Die“ geschrieben.

Heiß begehrt: Eine Gruppe von Fotografen und Journalisten beim Pressetermin des Göttingen-„Tatorts“. Quelle: Hinzmann

Es ist bereits der 26. Fall mit Furtwängler, den 25. verfolgten im November 2017 mehr als zehn Millionen Zuschauer (Marktanteil: 28,0 Prozent). Christian Granderath, Leiter der NDR Abteilung Film, Familie und Serie, teilte mit: „Göttingen ist für uns eine reizvolle neue ,Tatort’-Stadt – und mit Anaïs Schmitz hat Charlotte Lindholm auch eine eigenwillige Kollegin an ihrer Seite, die sich von der strafversetzten LKA-Kommissarin nicht einschüchtern lässt.” Die beiden seien ein starkes Paar. Lindholm hat im neuen Göttingen-„Tatort“ mit den Konsequenzen ihres letzten, misslungenen Einsatzes zu kämpfen. Als dessen Folge wurde sie vom LKA Hannover zur Polizeidirektion Göttingen strafversetzt. Dort muss sie mit einem neuen Team klarkommen, besondere Reibungspunkte gibt es zwischen ihr und Anaïs Schmitz, die sich in ihrer Arbeit ähnlich dominant wie sie verhält.

Ein Sendetermin für diesen „Tatort“ steht noch nicht fest.

Noch mehr „Tatort“ in Göttingen:

Im Göttinger „Tatort“ haben auch Göttinger Schüler mitgespielt: Wie das für sie war, können Sie hier lesen.

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Von Britta Bielefeld