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Göttingen GEW ruft auf zum Protest vor dem Landtag
Die Region Göttingen GEW ruft auf zum Protest vor dem Landtag
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13:30 10.09.2018
Am Niedersächsischen Landtag wollen die Lehrer protestieren.
Am Niedersächsischen Landtag wollen die Lehrer protestieren. Quelle: dpa
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Göttingen/Hannover

„Es reicht. Nicht unter diesen Arbeitsbedingungen“, heißt das Motto der Kundgebung. Auch der GEW-Kreisverband Göttingen lädt alle Mitglieder und Interessierten ein, mitzufahren nach Hannover, um dort gemeinsam vor dem Landtag zu demonstrieren. „Die Busfahrt in die Landeshauptstadt ist für alle Teilnehmenden kostenlos“, erklärt Gewerkschaftssekretär Christian Hoffmann.

Abfahrt in Göttingen ist am Busbahnhof hinter der Zoologie um 13.45 Uhr. Alternativ könne um 13.01 Uhr der Metronom genommen werden, teilt Hoffmann mit. Treffpunkt in Hannover ist dann um 15 Uhr am Schützenplatz. Von dort aus gehe es im Protestzug zur Kundgebung, die um 16 Uhr am Landtag (Platz der Göttinger Sieben) beginnen soll.

Höhere Ausgaben im Bildungsbereich gefordert

Verärgert seien Lehrer und Erzieher vor allem wegen der nicht eingehaltenen Versprechen des Kultusministers, teilen die Verantwortlichen der GEW Niedersachsen mit. „Fachkräftemangel, schlechte Bezahlung und andere Baustellen bleiben bestehen“, klagen die Gewerkschafter. Mit dem Protest sollen höhere Ausgaben für den Bildungsbereich eingefordert werden.

„Der Koalitionsvertrag hat eine zusätzliche Altersermäßigung versprochen. Diese Ermäßigung soll nicht mehr ein leeres Versprechen bleiben, sondern muss jetzt umgesetzt werden“, sagt Elke Moeken, Vorsitzende des Landesverbandes. Die Überstunden seien ein weiteres Thema. Ende des Jahres soll die Arbeitszeitkommission ihre Ergebnisse veröffentlichen. „Angesichts von rund 2,5 Millionen Überstunden jährlich kann es nur eine Antwort geben: Eine ordentliche Entlastung muss her“, fordert Moeken.

Als einen Erfolg der GEW wertet Moeken die Ankündigung der Landesregierung bei der Haushaltsklausur, Vollzeitstellen für 400 pädagogische Mitarbeiter einzurichten. Allerdings würden mehr als 1000 Lehrer in Zwangsteilzeit arbeiten, so die Vorsitzende. „Sie müssen alle eine entsprechendes Angebot bekommen. Jegliche Zwangsteilzeit muss beendet werden“, sagt Moeken.

Proteste sollen energischer werden

Und ein weiteres Versprechen der Landesregierung soll eingefordert werden: „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“, verlangen die Gewerkschafter. Die Landesregierung habe angekündigt, bis Ende des Jahres eine Prüfung für die A12/E11-Besoldung durchzuführen und eine Entscheidung zu treffen.

„Wenn wir jetzt nicht präsent sind, entscheidet die Politik ohne uns“, ruft Moeken die GEW-Mitglieder und alle Interessierten auf, an der Demo teilzunehmen und den Einhalt der Versprechungen einzufordern. Der Landtag soll am 13. September erstmals den Haushaltsplan für das Jahr 2019 auf der Tagesordnung haben. Bereits zur Haushaltsklausur der Landesregierung im Juni haben die Mitglieder der GEW vorgewarnt, dass ihr Protest zum nächsten Haushaltsplanung energischer sein werde.

Teilnehmer aus Göttingen, die mit dem Bus anreisen möchten, sollten sich bis spätestens Mittwoch, 12. September, anmelden bei info@gew-goettingen.de oder unter Telefon 05 51 / 4 36 08. ny

Von Claudia Nachtwey