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Göttingen GSO spielt für „Keiner soll einsam sein“
Die Region Göttingen GSO spielt für „Keiner soll einsam sein“
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19:04 18.12.2018
Was für ein Zusammenspiel: Der 15-jährige Solist Jakow Pavlenko mit Dirigent Olivier Robe. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Hohe Decken, Stahlträger, alte Kräne – der Kontrast zur gewohnten Spielstätte, der Stadthalle, stieß in der Lokhalle nicht wenigen direkt ins Auge. Der Stimmung tat das keinen Abbruch: „Guter Wein und gleich gute Musik, was will man mehr“, sagte Margot Quaschning, eine der Besucherinnen.

Der erste große Applaus galt allerdings nicht dem Orchester, sondern Wolfgang Stoffel. Der Mitorganisator der Tageblatt-Weihnachtshilfe richtete vor Beginn des Benefizkonzerts einige mahnende Worte an die Besucher: Weihnachten habe für viele in der Region auch deshalb eine besondere Bedeutung, weil ihnen dann klar werde, dass sie sich weniger leisten können als andere. „Aber auch dank Ihrer Hilfe können wir denen helfen“, erinnerte er an den Zweck des Konzerts – das sammeln von Spenden für Bedürftige.

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Danach stand das Orchester im Vordergrund, dass sich unter Leitung von Gastdirigent Olivier Robe für ein einsteigerfreundliches Programm entschieden hatte: Mozarts „Entführung aus dem Serail“, „Die Nussknacker“ von Tschaikowsky und der persische Marsch von Strauss – das Programm unter der Devise „Märchen aus dem Orient“ sorgte immer wieder für lauten Applaus.

Solist begeistert Besucher

Den größten Jubel heimste allerdings ein Teenager ein: Der 15-jährige Violinist Jakob Pavlenko begeisterte mit einer Solo-Interpretation einiger Stücke von Niccolò Paganini derart, dass er nicht nur Applaus, sondern auch wohwollende Pfiffe erntete.

„Ich liebe Mozart und Paganini und ich hätte nicht gedacht, dass das in dieser Atmosphäre funktioniert“, sagte der Student Simon Schweifel nach dem Konzert in der Lokhalle. Ähnlich sahen es viele Besucher, die der Lokhalle vor allem attestierten, in Punkto Akustik der Stadthalle gewachsen zu sein. Lediglich die weihnachtliche Dekoration sei in der Stadthalle schöner gewesen, schränkte eine Besucherin ein.

Von Christoph Höland