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Göttingen Ein Gänseliesel mit Dreadlocks?
Die Region Göttingen Ein Gänseliesel mit Dreadlocks?
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18:44 22.06.2018
Elisa Kirch lässt sich beim Gänseliesel-Casting von den Fotografen Michaela Hundertmark und Michael Mehle ablichten. Quelle: Foto: Hinzmann
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Göttingen

Es muss nicht blond sein, das zukünftige Gänseliesel: Das hat Frederike Breyer, Geschäftsführerin von Pro City, beim Gänseliesel-Casting im Foyer des Jungen Theaters betont und damit ein Vorurteil aus dem Weg geräumt. „Wir suchen eine Repräsentantin für Göttingen, die sympathisch ist und eine gute Ausstrahlung hat“, sagte sie. Ob blond, dunkelhaarig, hell- oder dunkelhäutig, dünn oder dick spiele keine Rolle.

Nur sechs junge Frauen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren waren am Freitagnachmittag in dem vorgegeben vierstündigen Zeitraum zum Casting gekommen. „Weil wir verschiedene Nachrichten von Frauen bekommen haben, die Interesse haben, aber keine Zeit hatten, haben wir uns entschlossen, Bewerbungen noch bis zum 30. Juni entgegenzunehmen“, sagt Breyer. So könnten sich Interessierte noch auf der Homepage gaenseliesel-fest.de bewerben – Fototermine würden dann individuell ausgemacht.

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Gänseliesel-Bewerberin mit Dreadlocks

Zu den sechs jungen Frauen, die zum Casting gekommen waren, gehörte auch die 23-jährige Sarah Nöcker, die Biologie und antike Kulturen studiert. „Ich wurde auf der Praxisbörse an der Uni angesprochen, ob ich nicht mitmachen will“, erzählt sie. Mit strahlendem Lächeln und ihren dunkelblonden Dreadlocks, von denen sie ein paar zum Gänseliesel-typischen Kranz geflochten hat, wird sie von Fotografin Michaela Hundertmark abgelichtet.

Zuvor musste sie mehrere Fragen zu sich beantworten. Die Antworten sowie die Fotos werden auf die Gänseliesel-Homepage gestellt, wo dann über die acht Finalistinnen abgestimmt werden kann. Sofern durch die verlängerte Bewerbungsfrist mehr als acht Kandidatinnen zusammenkommen. „Die Finalistinnen werden mit einem Bühnencoaching und einer Stadtführung durch Göttingen auf das Gänseliesel-Fest vorbereitet“, erzählt Breyer. Dort werde dann das Gänseliesel von einer Jury gewählt.

Gänseliesel repräsentiert die Stadt Göttingen bei Events

Zu den Finalistinnen könnte auch die 19-jährige Laura Stöber gehören, die ebenfalls zum Casting gekommen ist. „Ich fühle mich in Göttingen sehr wohl und kann mir vorstellen, die Stadt als Gänseliesel zu repräsentieren“, sagt die blonde Frau, die ein duales Studium an der UMG absolviert. Das ausgewählte Gänseliesel müsse Göttingen auf verschiedenen Events wie der Eröffnung des Weihnachtsmarktes oder bei Spendenübergaben im caritativen Bereich als „lebendige Symbolfigur“ repräsentieren, erklärt Breyer.

Auch Stöber hat ein paar Strähnen ihre langen, blonden Haare zum Gänseliesel-typischen Kranz geflochten. „Eine Kollegin hat mich auf das Casting aufmerksam gemacht und meinte, das würde gut zu mir passen“, erzählt die 19-Jährige. Kurz darauf habe sie eine ähnliche Nachricht von einer Freundin bekommen. So sei sie schlussendlich zum Casting im Jungen Theater gekommen. Was sie an Göttingen mag? „Dass es obwohl es eine Stadt ist, viel Natur wie den Kiessee oder die Schillerwiesen gibt“, sagt Stöber, „und dass die Fußgängerzone so gemütlich ist“. Eine Gänseliesel-Voraussetzung ist damit schon mal gegeben: Sie mag die Stadt.

Interessierte können sich noch bis zum 30. Juni unter gaenseliesel-fest.de als Gänseliesel bewerben.

Von Hannah Scheiwe

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