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20:03 31.03.2009
Schwer zu verstecken: auffälliges „Google Street View“ Fahrzeug in Geismar.  Quelle: Mischke
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Die Autos mit dem auffälligen Kameramast waren 2008 durch eine Klage der Gemeinde Molfsee in Schleswig-Holstein gestoppt worden. Jetzt macht Google weiter – und schickt seine Spezialfahrzeuge auch durch Göttinger Straßen. 

Ziel des Google-Projekts ist die flächendeckende Erfassung der Straßenzüge in ganz Deutschland (siehe unten). Nach der öffentlichen Kritik sind die Google-Fahrer, die ganze Städte samt ihrer Menschen ablichten, offenbar nervös: Tageblatt-Fotograf Christoph Mischke, der das Google-Auto in Geismar fotografierte, wurde unter Verweis auf das Persönlichkeitsrecht mit rechtlichen Schritten gedroht.

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Solche Datenschutzprobleme sieht die FDP im Rat jedoch eher als Folge der Google-Aktion: Weil Google nicht sicherstelle, dass alle fotografierten Personen unkenntlich gemacht werden, sei die flächendeckende Fotografiererei „ein schwerwiegender Eingriff in die Privatsphäre“, so FDP-Ratsherr Ben Schroeter und Sascha Schade, Vorsitzender der Göttinger Jungliberalen

So könnten auch Personen mit besonderem Schutzbedürfnis fotografiert werden – etwa Frauen, die Zuflucht in einem Frauenhaus suchten. Daher habe die FDP Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) gebeten, sich an Google zu wenden und eine strikte Einhaltung des Datenschutzes zu fordern. Schon im Oktober 2008 hatten die Grünen ein Verbot der Google-Aktion gefordert. 

                                                                                                            Von Matthias Heinzel

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