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Göttingen Gebrauchtes Heftpflaster in der Salatbeilage
Die Region Göttingen Gebrauchtes Heftpflaster in der Salatbeilage
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13:30 28.09.2011
Von Jürgen Gückel
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Göttingen

Dagegen hat sich bis gestern der ehemalige Pächter gewehrt – und am Ende alle Klagen zurückgezogen. Zur Rettung seines Renommees stimmte der Landkreis Göttingen als Träger des Veterinäramtes immerhin zu, folgende Formulierung zu Protokoll zu nehmen: Man sei „weiterhin an einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert und werde weiter ordnungsgemäß kontrollieren“.

Angefangen hatte alles mit einem gebrauchten Pflaster im Salat und der Beichte eines gekündigten Kochs über die Zustände in der Küche. Auch ans Tageblatt wandte sich damals klagend ein Koch. Das Veterinäramt kam deshalb häufig zu Kontrolle und Nachkontrolle. Immer fielen Kosten an, in einigen Fällen auch Zwangsgelder.

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Gegen sechs der Bescheide hat sich der Inhaber vor Gericht gewehrt. Seine Klagen wurden gestern verhandelt, auch wenn sein Lokal schon seit dem 31. Dezember 2009 geschlossen ist, danach umgebaut und an einen neuen Betreiber verpachtet wurde.

Das Argument, der bauliche Zustand, an dem die Stadt Göttingen als Verpächter nichts geändert habe, sei damals schuld gewesen, zog bei Gericht nicht. Die Hygienemängel hätten allesamt mit der Bausubstanz nichts zu tun. Am Ende musste der Kläger das einsehen. Er zog auch eine Klage zurück, die wegen Kontrollen in seinem neuen Betrieb lief. Dort, so war man sich immerhin einig, hätten Pächter und Veterinäre bei Hygienekontrollen inzwischen einen gedeihlichen Umgang gefunden.