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Göttingen Gebühren bleiben überwiegend stabil
Die Region Göttingen Gebühren bleiben überwiegend stabil
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19:36 30.09.2011
Von Ulrich Schubert
Wird 2012 sogar billiger: die Abfuhr von Restmüll in den schwarzen Tonnen der Stadt Göttingen. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Ungewöhnlich früh und lange vor dem Jahreswechsel hat die Stadtverwaltung die Gebührensätze für das nächste Jahr jetzt im Fachausschuss des Rates für den Umweltbereich zur Beratung vorgestellt. Der Fachdienst für Friedhöfe hat seine Ausgaben und möglichen Einnahmen schon durchkalkuliert. Und die städtischen Entsorgungsbetriebe haben vorsorglich schon einmal Eckwerte ihrer Kalkulation 2012 präsentiert, damit der Rat trotz später Herbstferien genügend Zeit zur Prüfung hat. Bleibt es bei den Zahlen, können sich die Göttinger auf folgende Entwicklung einstellen:

  • Müllgebühr: Für die schwarzen Restabfalltonnen und die grünen Biotonnen sinken die Gebühren voraussichtlich um etwa 16 Prozent. Liefern Kunden Müll containerweise direkt auf der Deponie in Deiderode an, zahlen sie sogar 43 Prozent weniger als in diesem Jahr. Dafür kostet es etwa zehn Prozent mehr, wenn Bauschutt auf die Deponie Königsbühl gebracht wird. Die übrigen Gebührensätze im Abfallbereich sollen unverändert bleiben.
  • Straßenreinigung: Dort, wo städtische Fahrzeuge Straße und Fußweg säubern, müssen die Grundstückseigentümer ab 2012 drei Prozent mehr bezahlen. Künftig sind das 4,68 Euro je Meter Grundstücksverlauf an der Straße.
  • Kanalgebühren: Hier bleiben die Sätze unverändert bei 2,34 Euro je Kubikmeter für Schmutzwasser und 0,54 Euro je Quadratmeter befestigter Fläche für Regenwasser.
  • Friedhöfe: Hier bleiben die Gebührensätze überwiegend stabil, teilweise sinken sie sogar. Und wenn sie steigen, dann nur um weniger als ein Prozent. Eine Beisetzung in einem Erdgrab kostet dann 489 statt 486 Euro, ein Reihengrab 103 statt 104 Euro. Deutlich teurer wird nur der Versand von Urnen (sechs bis neun Prozent) und die Nutzung eines Abschiedsraumes: 47 statt 40 Euro.

Im Friedhofsbereich führen vor allem kalkulatorische Kosten und gesenkte Sachausgaben zu den niedrigeren, stabilen und teilweise sinkenden Gebühren. Im Bereich Müllabfuhr haben Gerichtsurteile die Stadt gezwungen, ihre Kalkulationen neu beziehungsweise anders als früher aufzustellen – zugunsten der Bürger. Außerdem können die Entsorgungsbetriebe Überschüsse aus Vorjahren verrechnen. Die sind dann allerdings verbraucht, 2013 gebe es diesen „Einmaleffekt“ nicht mehr. Unterm Strich nehmen die Entsorgungsbetriebe aber auch noch so viel ein, dass sie 3,175 Millionen Euro aus ihrem verzinsten Eigenkapital an die Stadtkasse abführen können – und müssen. Das hat der Rat so beschlossen.