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Göttingen Gebühren für Abwasser sollen steigen
Die Region Göttingen Gebühren für Abwasser sollen steigen
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18:28 18.09.2009
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Das wollte Bürgermeister Klaus Burhenne (CDU) nicht stehen lassen. Die Stadt müsse Gebühren erheben, die kostendeckend kalkuliert seien. Die Berechnungen der Stadtentwässerung seien vom Landkreis und einem Sachverständigen geprüft und nicht beanstandet worden. Stimme der Rat mit Nein, werde er den Beschluss von der Kommunalaufsicht prüfen lassen, drohte der Bürgermeister.
Der Werkleiter der Stadtentwässerung, Joachim Schelper, ergänzte: „Wenn Sie der Erhöhung nicht zustimmen, droht uns ein Defizit.“ Da der Betrieb technisch optimiert sei, werde er eigentlich nötige Investitionen zurückstellen müssen. Schelper stellte klar, dass die Erhöhung eigentlich noch höher hätte ausfallen müssen. Die Kosten seien gestiegen. Es könnten aber Rücklagen von 476 000 Euro aufgelöst werden. Der Grund: Aufgrund von Nachrüstungen müssten keine Abgaben mehr für Regenwasser gezahlt werden, das bei Starkregen ungefiltert in den Fluss eingeleitet wurde.
Pro Person 1,20 Euro mehr
Ohne diese Rücklagen würde die Entsorgung von Schmutzwasser nicht um drei Cent pro Kubikmeter (auf 2,52 Euro), sondern um sieben Cent steigen. Beim Niederschlagswasser wären es statt einem Cent pro Kubikmeter (auf 0,26 Euro) fünf Cent. Nach Schelper zahlt ein durchschnittlicher Ein-Personen-Haushalt künftig im Jahr 1,20 Euro mehr, ein Gewerbebetrieb 47,50 Euro.
Gerhard Sittig (CDU), der sich während der Abstimmung ebenfalls der Stimme enthielt, fragte nach den Vorteilen der Integration der Stadtentwässerung in die Kommunalen Dienste Hann. Münden. Den Ratsmitgliedern seien seinerzeit Synergieeffekte versprochen worden. Dennoch werde es nun zu einer Erhöhung kommen. Sittigs Schlussfolgerung: „Von der Euphorie ist nichts mehr übrig.“

Von mic