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Göttingen Gedenkstunde: „Alles ist unvergessen“
Die Region Göttingen Gedenkstunde: „Alles ist unvergessen“
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19:56 07.11.2011
Synagogen-Mahnmal in Göttingen: Hier findet am Mittwoch, 9. November, eine Gedenkstunde statt. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Eine Gedenkstunde am Platz der Synagoge in Göttingen bildet den Auftakt der Reihe am Mittwoch, 9. November. Göttinger Theologiestudenten erinnern unter dem Titel „Alles ist unvergessen“ an die antisemitische Pogromnacht 1938. Beginn ist 18 Uhr. „Wir möchten Zeichen setzen“, erklären die Veranstalter. „Gegen Gleichgültigkeit und Vergessen. Gegen die Verharmlosung deutscher Schuld und Verantwortung. Gegen das Fortbestehen rechter Ideologie und rechtsextremer Aktivitäten in Alltag und Gesellschaft.“ Am gleichen Abend beginnt die „Lange Nacht der Erinnerung“. Avi Primor, von 1993 bis 1999 israelischer Botschafter in Deutschland, spricht ab 19.30 Uhr im alten Rathaus über „Antisemitismus in Europa heute“.

Über Deutschlands größten jüdischen Friedhof hat Regisseurin und Drehbuchautorin Britta Wauer einen Film gedreht. Der Berlinale-Beitrag 2011 mit dem Titel „Im Himmel und unter der Erde – Der jüdische Friedhof Weißensee in Berlin“ wird am Donnerstag, 10. November, ab 19 Uhr im Restaurant Arbeit und Leben in der Langen Geismarstraße 72 präsentiert.

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Eine Woche darauf veranstaltet die Geschichtswerkstatt Duderstadt in Kooperation mit dem Buchladen Rote Straße eine Konzertlesung mit dem Autor Götz Hütt. „Jede Minute, die wir noch leben, ist von Nutzen“ heißt das Buch, in dem sechs ehemalige KZ-Häftlingen ihre Lebensgeschichte erzählen. Beginn ist um 19.30 Uhr im Buchladen Rote Straße im Nikolaikirchhof 7.

Eine weitere Konzertlesung findet am Sonntag, 27. November, statt. Dieter Schenk, Honorarprofessor für NS-Geschichte in Lodz, liest, begleitet von dem Jazz-Musiker Vitold Rek, aus seinem neuen Buch „Krakau unterm Hakenkreuz“. Die Konzertlesung mit Lichtbildern beginnt um 20 Uhr im Holbornschen Haus in der roten Straße 34.

Einen Schwerpunkt zum 15-jährigen Bestehen von Bündnis und Veranstaltungsreihe bilden drei Termine: Der erste Termin, ein kritischer Rückblick auf 15 Jahre Bündnisarbeit am 26. November, richtet sich an ehemalige und aktive aus dem Bündnis. Von 14 bis 18 Uhr diskutieren die Teilnehmer in der Verdi-Geschäftsstelle in der Groner-Tor-Straße 32. Anmeldungen unter Telefon 05 51 / 48 58 44. Der zweite Termin zum Schwerpunkt ist am Donnerstag, 15. Dezember. Ab 20 Uhr liest die Journalistin und Historikerin Katarina Bader aus ihrem Buch „Jureks Erben – Vom Weiterleben nach dem Überleben“ im Holbornschen Haus. Beginn ist um 20 Uhr. Der dritte Termin ist ein Diskussionsforum zur „Zukunft der Erinnerung“ in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule,Kurt-Huber-Weg 1-5. Schüler, Lehrer und Studierende berichten von ihren Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.

Infos zur Veranstaltungsreihe beim DGB Südniersachsen-Harz, Telefon 05 51 / 44 09 7, oder im Internet: gedenken-an-die-opfer-des-nationalsozialismus.de.

guc/pto