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Göttingen Gegen chronische Schmerzen: Projektstart in Göttingen
Die Region Göttingen Gegen chronische Schmerzen: Projektstart in Göttingen
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17:20 31.05.2019
Dem Schmerz begegnen, bevor er chronisch wird: die Experten der UMG sind Partner im Projekt „Pain2020“ Quelle: dpa
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Göttingen

Schmerzen umfassend und interdisziplinär behandeln, bevor sie chronisch werden – das ist das Ziel des bundesweiten Projekts „Pain2020“. Die Schmerzmedizin der Klinik für Anästhesiologie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ist Partner im Projekt und betreut Schmerzpatienten aus der Region.

Umfassende Einschätzung

Zielgruppe des bundesweiten Projekts „Pain2020“ sind Menschen, die Schmerzen über einen Zeitraum von mehr als sechs Wochen haben. Geeignet ist das Projekt zudem für Menschen, bei denen der Schmerz trotz einer fachspezifischen Behandlung wiederkehrt. Die Lebensqualität sollte in allen Fällen durch den Schmerz ein-geschränkt, allerdings noch keine Chronifizierung diagnostiziert sein. Weiteres Kriterium kann eine aktuelle, seit vier Wochen andauernde Arbeitsunfähigkeit beziehungsweise Arbeitsunfähigkeit von mindestens sechs Wochen in den zurückliegenden zwölf Monaten sein, so die Verantwortlichen. Bei einer Teilnahme am Projekt Pain2020 erhalten teilnehmende Patienten eine umfassende Einschätzung ihrer Beschwerden und eine anschließende Beratung. Die UMG-Schmerzexperten geben den Patienten Empfehlungen, welche Therapie für ihren speziellen Fall am besten geeignet ist.

Frühe Diagnostik

„Wenn Schmerzen erst einmal chronifiziert sind, entstehen den Patienten zusätzlich zu den Schmerzen weitere große Probleme: Sie sind dann körperlich und psychosozial beeinträchtigt, die Lebensqualität sinkt, Probleme im Arbeitsleben und im sozialen Umfeld können die Folge sein“, sagt Prof. Frank Petzke, Leiter Schmerzmedizin in der Klinik für Anästhesiologie der UMG. „Ein Leben mit ständigen Schmerzen muss nicht sein. Eine möglichst frühe interdisziplinäre Diagnostik und Behandlung von Schmerzen, kann vielen Menschen zu mehr Lebensqualität verhelfen.“ Möglich wird dies jetzt in der Region durch die Teilnahme der Schmerzmedizin am Projekt „Pain2020“. Das Projekt „Pain2020“ wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit sieben Millionen Euro gefördert, läuft über drei Jahre und soll insgesamt 6.000 Patienten aufnehmen.

Die UMG-Schmerzexperten informieren anlässlich des achten „Aktionstags gegen den Schmerz“ am Dienstag, 4. Juni, über das Projekt und beantworten von 8 bis 18 Uhr Fragen über eine Telefon-Hotline unter 0551 / 39-62296. Weitere Informationen zum Projekt gibt es online sowie per Mail an pain2020@med.uni-goettingen.de, Ansprechpartner an der UMG sind Karin Deppe und Leonie Schouten.

Von Claudia Bartels / R

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