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Göttingen Grüngürtel südlich von Göttingen geplant
Die Region Göttingen Grüngürtel südlich von Göttingen geplant
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15:37 28.08.2018
Dem Feldhamster soll in der Feldmark bei Geismar ein Lebensraum geboten werden Quelle: dpa
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Geismar

Die Beratung geht auf einen Antrag der Grünen, der Linken, sowie der Piraten aus dem Jahr 2016 zurück. Dieser sah vor, zwischen der Leine im Westen und dem Göttinger Stadtwald im Osten Grünflächen einzurichten. Der Grüngürtel solle gefährdeten Tierarten der „Agrarfauna“, wie Feldhamstern, Rebhühnern und Rotmilanen einen neuen Lebensraum ermöglichen. Dafür sollen Blühstreifen entstehen. Dabei handelt es sich um Streifen entlang von Feldern, die von blühenden Pflanzen bewachsen werden. Diese Flächen sind Lebensräume für Insekten und Kleintiere und liefern zum Beispiel Nahrung für Bienen. Ein weiterer Aspekt des Grüngürtels sei ein südlicher Rundweg um Göttingen. Dieser solle mit Bänken und Aufenthaltsbereichen ausgestattet werden. Außerdem sei eine Streuobstwiese geplant.

Zwei Jahre lang Konzeptplanung

Nach zwei Jahren Konzeptplanung hat der Fachbereich Stadtgrün und Umwelt der Stadt Göttingen anhand der Vorschläge von politischer Seite drei mögliche Varianten entwickelt. Die erste Variante sieht einen Grüngürtel direkt am südlichen städtischen Siedlungsrads vor. Nach der zweiten Variante würde der Grüngürtel stadtrandnah, aber innerhalb der Feldflur entstehen. Die dritte Variante wäre ein südlicher Rundweg und würde bis zum Reinshof reichen. Laut der Beschlussvorlage für den Ortsrat Geismar habe sich „insbesondere bei den Wegeverbindungen der größte Bedarf im Bereich der Variante Zwei herauskristallisiert“. Des weiteren bestünde „bei dem vorgeschlagenen Wegeverlauf auch eine große Mitwirkungsbereitschaft seitens der Landwirtschaft“. Im Rahmen eines Workshops im April seien mit allen Betroffenen die Varianten erneut durchgegangen und die fokussierte Variante Zwei unter dem Thema „Artenschutz“, „Wegeführung“ und „Erholung“ diskutiert worden. „Variante Zwei“ habe sich dabei durchgesetzt.

Die Kosten für die angestrebte „Variante Zwei“ belaufen sich voraussichtlich auf etwa 630 000 Euro. Laut der Kostenaufstellung im Anhang der Beschlussvorlage beinhalte dies den Wegebau, die Errichtung von „Erholungsinfrastruktur“, wie Bänken und Aufenthaltsbereichen, die Renaturierung der Gewässer, sowie die Anpflanzung und die Pflege von Bäumen und Sträuchern. Zur Finanzierung heißt es in der Beschlussvorlage, dass „für den Wegebau Haushaltsmittel für 2019/2020 von der Verwaltung angemeldet wurden. Gehölzpflanzungen können aus Mitteln aus der Baumschutzsatzung finanziert werden“.

Ortsrat tagt am Donnerstag

Mit der Umsetzung des Konzepts soll nach der Beschlussfassung die politischen Gremien schrittweise begonnen werden. Im Herbst diesen Jahres solle Laut Beschlussvorlage mit den Pflanzungen begonnen werden, 2019 beginne dann der Wegebau. Am Donnerstag, 30. August, entscheidet der Ortsrat Geismar über die Vorlage. Die Sitzung beginnt 19.30 Uhr im Sitzungssaal der Verwaltungsstelle Geismar, Kerllsgasse 2.

Von Max Brasch

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