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Göttingen Gemeinde Ebergötzen verkauft Gemeindehaus
Die Region Göttingen Gemeinde Ebergötzen verkauft Gemeindehaus
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19:03 31.07.2014
Von Ulrich Schubert
Zusammenrücken: Das Dorfgemeinschaftshaus wird für Büro und Jugendraum umgebaut. Quelle: Hinzmann
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Ebergötzen

Zuvor muss das DGH allerdings umgebaut werden – für knapp 50 000 Euro. Nach seinem Bauausschuss hat jetzt auch der Rat dafür einstimmig grünes Licht gegeben.

Zehn eigene Gebäude hat die Gemeinde Ebergötzen – neben dem Gemeindehaus und DGH in Ebergötzen zum Beispiel auch zwei Kindergärten, das DGH in Holzerode, das Brotmuseum und die Grundschule. „Zu viel und vor allem zu teuer für eine so kleine Kommune“, sagt Bürgermeister Arne Behre (SPD). Schließlich müssten alle Gebäude geheizt und in Ordnung gehalten werden.

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Hinzu komme, dass das Gemeindehaus nicht voll ausgelastet sei, ebenso wenig das große DGH direkt neben der Feuerwehr – obwohl es auch von mehreren Vereinen genutzt werde.

Gemeindehaus aufgeben und verkaufen

„Wir wollen uns von einem Objekt trennen“, ergänzt Hiltrud Bartusch-Deutsch, Verwaltungsleiterin der Gemeinde. Vor diesem Hintergrund wolle Ebergötzen das langjährige Gemeindehaus aufgeben und verkaufen. „Dafür müssen wir im DGH halt ein wenig zusammenrücken“, so Behre.

Dort soll der kleine Sitzungssaal im Mittelgeschoss als neues Gemeindebüro  umgebaut und umgenutzt werden – mit drei Arbeitsplätzen (für voraussichtlich knapp 9400 Euro). Die weiteren Umbaupläne: Das Lager im Kellergeschoss wird verkleinert.

Ein Teil wird abgetrennt und als Wettkampf-Vorbereitungsraum (20 Quadratmeter) der Schützenkameradschaft zur Verfügung gestellt, ein weiterer zwölf Quadratmeter großer Raum künftig als Archiv der Gemeindeverwaltung genutzt.

Jugendraum mit Küchenzeile und Toilette

Auf der Nordseite entsteht im Untergeschoss ein neuer, knapp 32 Quadratmeter großer Jugendraum mit Küchenzeile und Toilette. Für die Jugendlichen wird zur Aue ein neuer separater Eingang angelegt. „Und wir gehen davon aus, dass die Jugendlichen uns bei den Arbeiten wieder unterstützen werden“, sagt Behre.

Auch die Fassade zur Aue soll bei der Gelegenheit erneuert und das Kellergeschoss besser gegen Hochwasser und Feuchtigkeit aus dem Boden abgedichtet werden. Rat und Verwaltung forcieren den Umbau: „Wenn jemand das bereits öffentlich angebotene Gemeindehaus kaufen will, müsste es mit dem Umzug schnell gehen“, erklärte Bartusch-Deutsch.

Alle Ratspolitiker unterstützen das Projekt. Im Bauausschuss gab es allerdings Unstimmigkeiten mit einem Vertreter des Spielmannszuges. Er beklagte sich darüber, dass der Verein nach dem Umbau künftig keinen eigenen Raum mehr nutzen könne. Behre konterte, dass zuvor die Vorstände aller Vereine der Umbau-Idee zugestimmt hätten und die Spielleute einen Raum der anderen Vereine mit nutzen könnten – „wie bisher“.