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Göttingen Gemeinde Rosdorf verteilt erstmals Knöllchen
Die Region Göttingen Gemeinde Rosdorf verteilt erstmals Knöllchen
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19:20 20.09.2013
Von Andreas Fuhrmann
Absolutes Halteverbot: Politesse Katharina Friedrichs und Schüler der Heinrich-Grupe-Schule informieren eine Autofahrerin. Quelle: Heller
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Rosdorf

Am Freitag wiesen die neue Politesse Katharina Friedrichs und Kinder der vierten Klassen der Heinrich-Grupe-Schule uneinsichtige Autofahrer nochmals auf ihr Fehlverhalten hin und verteilten Flyer. Pikant dabei: Vor allem rund um die Grundschule sind es hauptsächlich Eltern, die sich nicht an die Regeln halten.

Darauf wiesen vor Ort auch Bürgermeister Harald Grahovac (SPD) und Schulleiterin Elke Bornemann-Polzer hin. So werde das absolute Halteverbot an der Langen Straße gegenüber der Einfahrt zur Schule immer wieder ignoriert, sagte Grahovac. Besonders in den Stoßzeiten, wenn Eltern ihr Kind zur Schule bringen oder abholen, sei „der ganze Bereich zugeparkt.

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Das sehen wir hier täglich.“ Für die Kinder sei das sehr gefährlich. Sie könnten die Straße wegen der vielen Falschparker kaum einsehen und würden von anderen Autofahrern nur schwer erkannt. Am Siedlungsweg auf der anderen Seite der Schule sei die Situation noch schlimmer, sagte Bornemann-Polzer.

Mutter ignorierte die Hinweise der Kinder

Dort und an der Langen Straße postierten sich die Kinder gestern mit Politesse Friedrichs und der Polizei. Und auch wenn dieser Umstand einige Autofahrer bereits davon abhielt, falsch zu parken, gab es noch genügend, die sich nicht an die Verkehrsregeln hielten.

Eine Mutter ignorierte gar die Hinweise der Kinder, dass sie im Halteverbot stehe, und hielt dort nach einigen Minuten demonstrativ noch einmal. Eine andere Mutter wunderte sich, seit wann es in der Langen Straße gegenüber der Schule ein Halteverbot gebe. „Dabei stehen die Schilder hier doch schon so lange“, sagten die neunjährigen Felix Groneberg und Felix Vogt. Immerhin stieg sie wieder ein und fuhr weg.

Auch andere Autofahrer, die auf der Busspur vor der Volksbank parkten, zeigten sich einsichtig. „Wir haben dem Mann gesagt, dass er hier nicht parken kann, weil sonst der Bus nicht halten kann“, erzählten die neunjährigen Vaishaliy Kirupananthan und Alija Mohamadali. Seine Antwort: „Okay, dann parke ich hier nicht mehr.“

„Für Kinder extrem gefährlich“

„Ich unterstütze das sehr“, kommentierte Michael Szurawitzki, der seine Kinder von der Schule abholte, die Aktion. Schließlich parkten die Leute nicht nur falsch, sie führen in der Langen Straße auch viel zu schnell. „Das ist für die Kinder extrem gefährlich.“

Die Gemeinde verdiene durch die Kontrollen kein Geld. Sie hoffe vielmehr, dass sich die Situation dadurch verbessere, sagte Grahovac. „Es gibt leider immer mehr Verkehrsteilnehmer, die die Vorschriften ignorieren. Dem wollen wir durch die Überwachung Einhalt gebieten.“

Natürlich werde sich der ein oder andere Autofahrer darüber ärgern. Viele aber fänden die Kontrollen gut, glaubt Grahovac. Darunter werden sicherlich auch die Grundschulkinder sein.