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Göttingen Gemeinde und Ortsrat drängen auf Straßenerneuerung
Die Region Göttingen Gemeinde und Ortsrat drängen auf Straßenerneuerung
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17:49 17.07.2009
Quelle: Hinzmann
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Der Unmut in der Gemeinde Gleichen, insbesondere beim Bischhäuser Ortsbürgermeister Volkmar Büermann, wird immer lauter. Was bislang an Unterhaltungsmaßnahmen für den Abschnitt der L 567 zwischen Bischhausen und Kerstlingerode getan wurde, war gerade einmal Flickwerk, lässt Bauamtsleiter Friedhelm Storek durchblicken. „Den heutigen Belastungen reicht der Unterbau der Straße aber bei weitem nicht mehr aus“, betont er.

Nach jahrelangem Drängen auf Erneuerung der Straße schien im März dieses Jahres endlich alles klar zu sein. Ein Mitarbeiter der Landesbehörde in Bad Gandersheim hatte eine Anfrage der Gemeinde vom Oktober 2008 beantwortet – „Ihr Schreiben war versehentlich mit in einen anderen Vorgang gelangt und ich habe es jetzt zufällig wiedergefunden“. Mit dem Antwortschreiben wird der Gemeinde mitgeteilt, dass die Fahrbahn „im Rahmen des Landesstraßenerhaltungsmanagements“ voraussichtlich von Mitte Juli bis Ende August saniert werden.

Doch die Freude vor Ort währte nur kurz. Ende Mai wurde der Gemeindeverwaltung telefonisch mitgeteilt, dass die Mittel für die geplante Deckenerneuerung der L 567 vom Ministerium zurückgezogen wurden. Aufgrund der aktuellen Steuerschätzung seien keine Mittel mehr dafür vorhanden. In der Ratssitzung im Juni äußerten die Politiker einhellig ihren Unmut über das wiederholte Verschieben der Maßnahme.

„Mittel eng bemessen“

In einem erneuten Schreiben an die Landesbehörde – datiert vom 6. Juli – drängt Bauamtsleiter Storek auf eine Begründung, „warum gerade diese Maßnahme verschoben wurde und auf eine Aussage, wann der Ausbau endlich erfolgt“. Diesmal kam die Antwort prompt. Am 15. Juli lag die Begründung vor. Aufgrund der sehr eng bemessenen Haushaltsmittel für den Erhalt der Landesstraßen in Niedersachsen sei die Erneuerung der L 567 zwischen Bischhausen und Kerstlingerode ins Jahr 2010 verschoben worden, gibt Storek wieder.

Außerdem argumentiere die Landesbehörde damit, dass durch den lang anhaltenden Winter die Zahl der Straßenschäden wegen Frostaufbrüchen sehr hoch sei. Die Mittel für die Reparaturen der Landesstraßen würden bei weitem nicht für zusätzliche Maßnahmen ausreichen. Dieser vorrangigen Arbeiten müssten vorrangig aus der Zurückstellung von Baumaßnahmen finanziert werden. „Wir werden uns jetzt politisch dahinter klemmen“, kündigt Bauamtsleiter Storek an.

Von Britta Eichner-Ramm

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