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Göttingen Göttinger Gerhard Scharner erhält Bundesverdienstkreuz
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18:38 15.06.2018
„Ihnen gebührt der Dank der Stadt“: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Gerhard Scharner. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Der 79-Jährige habe sich seit mehr als 25 Jahren „außerordentlich im kulturellen und sportlichen Bereich“ Göttingens engagiert – insbesondere für die Internationalen Händel-Festspiele, die Bezirksgruppe Südniedersachsen der Deutschen Olympischen Gesellschaft, im Vorstand des Universitätsbundes der Uni Göttingen und als Gründungsmitglied des Göttinger Partnerschaftsvereins.

Scharner war einmal „Chef“ von Rolf-Georg Köhler

Rolf-Georg Köhler und Gerhard Scharner kennen sich ebenfalls mehr als 25 Jahren. Nach der Fusion der Göttinger Sparkassen 1990 übertrug Gerhard Scharner als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen seinem damaligen Mitarbeiter Rolf-Georg Köhler den Aufbau des Immobilienzentrums der Sparkasse. Schon lange vor dem Eintritt in den Ruhestand 2003 war Gerhard Scharner ehrenamtlich aktiv.

„Die Festspiele wären ohne Sie undenkbar“

1991, so Rolf-Georg Köhler, sei er Mitglied der Göttinger Händel-Gesellschaft und in das beratende Kuratorium der Festspiele berufen worden. „Seit 1999 sind Sie Mitglied des Vorstandes. Als im Jahr 2008, die Internationale Händel-Festspiele Göttingen GmbH gegründet wurde, wurden Sie in den Aufsichtsrat gewählt.“ Außerdem sei er Mit-Initiator und Vorstandsmitglied der Stiftung internationale Händel-Festspiele Göttingen geworden, die 2004 entstand. „Erst im stolzen Alter von 77 Jahren haben Sie beschlossen, aus diesen Ämtern auszuscheiden.“ Köhler betonte: „Es ist, in Zusammenarbeit mit dem geschäftsführenden Intendanten Tobias Wolff, Ihr Verdienst, dass sich die Festspiele in der Folge stabilisieren konnten.“ Die Festspiele, so Köhler, „wären ohne Sie undenkbar“. Ihm gebühre der Dank der Stadt.

Langjähriges Vorstandsmitglied des Universitätsbundes

Seinen „unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit“ habe Scharner auch als „langjähriges Vorstandsmitglied des Universitätsbundes der Georg-August-Universität Göttingen und im Vorstand der privatrechtlichen Stiftung“ bewiesen, so Köhler. 2008 sei ihm die Ehrenmitgliedschaft der Hochschule verliehen worden.

Ehrenvorsitzender der DOG-Bezirksgruppe

Gerhard Scharner sei Ehrenvorsitzender der Bezirksgruppe Südniedersachsen der Deutschen Olympischen Gesellschaft. Von 1993 bis 2009 war er Vorsitzender. Köhler: „Sie haben entschieden dazu beigetragen, dass sich die Südniedersächsische Deutsche Olympische Gesellschaft mit Sitz in Göttingen zu eine der größten Regionalgruppen der Republik entwickelte.“

Gründungsmitglied des Partnerschaftsvereins

Scharner habe zudem zu den Gründungsmitgliedern des 2003 ins Leben gerufenen Göttinger Partnerschaftsvereins gehört und „sogleich den Vorsitz übernommen“. Scharner habe den Verein bis 2009 geführt, bis heute ist er auf fast 120 Mitglieder angewachsen.“

„Seine Arbeit war ihm wichtiger als seine Person“

Gerhard Scharner erwiderte, dass er sich in seinem Wirken an einem Leitmotiv von Fichte, „abgeleitet von Kant“, orientiert habe: „Und handeln sollst du so, als hinge von dir und deinem Tun allein das Schicksal ab deiner Stadt. Und die Verantwortung sei dein“, zitierte Scharner. Köhler hatte betont, dass sich Scharner „nie nach vorne gedrängt habe. Seine Arbeit war ihm wichtiger als seine Person.“

Scharner: „Auf Göttingen

Nach der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes erklärte der Oberbürgermeister an Gisela Scharner gewandt: „Frau Scharner, herzlichen Dank, dass Sie dies alles Ihrem Mann ermöglicht haben.“ Rolf-Georg Köhler erhob sein Glas: „Auf den Ordensträger, seine Familie, seine Gäste.“ Gerhard Scharner: „Auf Göttingen.“

Händel-Gesellschaft: „Maßstäbe gesetzt“ – und „große Verdienste für die Einbindung von Wissenschaft und Kultur“

Dr. Wilhelm Krull, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Internationale Händel-Festspiele Göttingen GmbH, teilte nach der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes mit: „Das Engagement von Herrn Scharner für die Göttinger Kultur im Allgemeinen und die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen im Besonderen hat Maßstäbe gesetzt!“

Der frühere Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Göttingen habe bereits im beruflichen Leben große Verdienste für die Einbindung von Wissenschaft und Kultur in das lokale und regionale Umfeld erworben. Seit 1991 engagiere Scharner sich als Mitglied der Göttinger Händel-Gesellschaft, bereits kurze Zeit später sei er in das beratende Kuratorium der Festspiele berufen worden. Von 1999 bis 2016 sei er aktives Mitglied des Vorstands der Gesellschaft gewesen, seit Gründung der Festspiel-GmbH im Jahr 2008 auch in deren Aufsichtsrat. „In allen Gremien hat Gerhard Scharner sich in herausragender Weise engagiert und in hohem Maße Zeit und Herzblut eingebracht“, lobt Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Vorsitzender der Göttinger Händel-Gesellschaft e. V., seinen früheren Vorstandskollegen.

Zusätzliche Verantwortung übernommen

In einer von Krisen geprägten Interimszeit zwischen zwei Geschäftsführeramtszeiten habe Gerhard Scharner zusätzliche Verantwortung übernommen, unterstützte die Geschäftsstelle auch im operativen Bereich und trug so maßgeblich zur Stabilisierung der Festspiele bei. Als Mitglied des Personalausschusses sei er an der Berufung des aktuellen Leitungsteams Laurence Cummings (Künstlerischer Leiter) und Tobias Wolff (Geschäftsführender Intendant) beteiligt gewesen. „Seine große Begeisterung für die Musik Händels und die ausführenden Künstlerinnen und Künstler haben alle Beteiligten stets beflügelt, seine Gastfreundschaft gegenüber den internationalen Künstlerinnen und Künstlern ist längst legendär“, blickt Tobias Wolff auf die Zusammenarbeit zurück.

Von Stefan Kirchhoff

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