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Göttingen Gerichtsurteile gegen angebliche Flugrettungsunternehmen
Die Region Göttingen Gerichtsurteile gegen angebliche Flugrettungsunternehmen
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18:59 29.07.2014
Von Matthias Heinzel
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Göttingen / Filderstadt

Gegen mehrere solcher Organisationen habe die DRF Unterlassungsansprüche gerichtlich durchgesetzt und ihnen die Führung irreführender Vereinsnamen untersagt, erklärt DRF-Geschäftsführer Victor Felber.

Dabei, erklärt Felber, werde häufig der falsche Eindruck erweckt, mit eigenen Mitteln wie beispielsweise Rettungshubschraubern in Deutschland Luftrettung zu betreiben. Fünf selbsternannte Luftrettungsorganisationen seien von der DRF durch Gerichtsurteile gezwungen worden, unwahre Behauptungen durch Bezugnahme auf die Luftrettung zu unterlassen.

Felbers Liste im Einzelnen:

  • Der Verein IRF (Internationaler Rettungsflug). Mit Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart (2 U 57/05) nennt der Verein sich jetzt IMH (Internationales Medizinisches Hilfswerk).
  • Der Verein Flugrettungsring muss sich nach einem Urteil des OLG Karlsruhe (6 U 5/06) HD (Hilfe Direct) nennen.
  • SOS Flugrettung nennt sich nach einem Urteil des OLG München (6 U 3088/05) jetzt SOS Flugrückholung.
  • Die LRS (Luftrettungs-Service- und Vermittlungs GmbH) und die IFA (International-Flug-Ambulanz) dürfen nach Urteilen des Landgerichts Koblenz (4HK = 213/06) und des Landgerichts Leipzig (02 O 3038/06) ihre Namen behalten.

Die DRF Luftrettung setzt in Deutschland und Österreich mehr als 50 Hubschrauber für Notfalleinsätze und den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. In Göttingen ist der Hubschrauber Christoph 44 stationiert, der im ersten Halbjahr 2014 zu 716 Einsätzen startete. In hoheitlichem Auftrag betreiben neben der DRF auch der Automobilclub ADAC, die Bundespolizei und die Bundeswehr Luftrettung.