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Göttingen Warum stehen besser ist als Sitzen
Die Region Göttingen Warum stehen besser ist als Sitzen
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07:00 29.08.2019
Bettina Ahlborn ist bei den Stadtwerken Göttingen zuständig für betriebliches Gesundheitsmanagement. Quelle: Peter Krüger-Lenz
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Göttingen

Die Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen hatte das 14. Gesundheitsforum organisiert. Diesmal fand es im Sparkassen-Forum am Groner Tor statt. Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen, begrüßte die Besucher und hob die Vorzüge des ein Jahr alten Sparkassenbaus hervor.

Fünf Stockwerke sollen die etwa 350 Mitarbeiter in Bewegung bringen – wenn sie nicht einen der Fahrstühle nutzen. Das benachbarte Hotel dürfe nach Feierabend die Nacht über die Sparkassenparkplätze in der Tiefgarage nutzen. Im Gegenzug haben die Mitarbeiter freien Eintritt im Fitnessbereich des „Freigeist“. Die Kantine werde von der Hotelküche betrieben und achte auf vernünftige Ernährung, berichtete ein sichtlich zufriedener Sparkassenchef.

Deaktiviertes Enzym

Der Mediziner Thomas Suermann übernahm für die Gesundheitsregion die Begrüßung. Er erläuterte den schlichten Hintergrund, warum „Aufstehen statt Sitzenbleiben“ der Gesundheit zuträglich sei: Im Sitzen sei ein Enzym deaktiviert, das für die Verdauung zuständig sei.

Trotz aller Erkenntnis sei es schwierig, die Idee der Prävention „an den Mann zu bringen“, so Suermann. Nur etwa zehn bis zwölf Prozent nutzten die Angebote. Eine Möglichkeit ist Suermanns Vorlesungsreihe zur Prävention, die er in jedem Semester hält. Eine andere sei der Weg über die Betriebe.

Zwei Diabetesfälle entdeckt

Suermann berichtete von einem Projekt mit einer Firma mit 65 Mitarbeitern. 48 von ihnen beteiligten sich daran. Eine medizinische Vorsorgeuntersuchung gehörte dazu. Dabei hätten sie zwei Diabetesfälle entdeckt. Die Betroffenen hätten davon ebenso nichts gewusst wie der Kollege, der von Bluthochdruck betroffen war. Suermann: „Wenn die Patienten nicht zu uns kommen, müssen wir in die Betriebe gehen.“

Bettina Ahlborn schließlich berichtete von betrieblichem Gesundheitsmanagement, wie sie es bei den Stadtwerken anbiete. Ein kleiner Baustein dazu sei es, die Mitarbeiter in Bewegung zu bringen. Dazu mache sie Angebote.

Training unter professioneller Anleitung

Ein regelmäßiges Training unter professioneller Anleitung im Keller des Stadtwerke-Gebäudes gehöre ebenso dazu wie ein niederschwelliges Bewegungsangebot und ein Beweglichkeitstraining morgens von 8 bis 9 Uhr. Ein Spinning-Einsteigerkurs findet sich im Programm und ein Kraft- und Ausdauertraining. Zudem gebe es einen Bonus für Fitness-Center und Schwimmbäder.

Als Sponsor vieler sportlicher Großveranstaltungen starten Teams der Stadtwerke auch beispielsweise bei der Tour d’Energie und beim Altstadtlauf. Auch ein Lauftreff habe sich etabliert.

Führung zum Abschluss

Schließlich berichtete Ahlborn vom Gesundheitstag für die 180 Mitarbeiter, an dem es immer Schwerpunktthemen rund um die Gesundheit gebe. „Die Leute ziehen mit“, berichtete Ahlborn. Zum Abschluss dann gab es noch eine Führung durchs Sparkassengebäude – fünf Stockwerke hoch und wieder herunter.

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Von Peter Krüger-Lenz

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