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Göttingen Gewerbsmäßiger Betrug: Göttinger Gericht verurteilt Familie
Die Region Göttingen Gewerbsmäßiger Betrug: Göttinger Gericht verurteilt Familie
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18:57 17.09.2014
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Göttingen

Die Familie hatte ihre nicht unbeträchtlichen Einnahmen gegenüber den Behörden verschwiegen und dadurch zu Unrecht überhöhte Sozialleistungen kassiert.

Das Gericht verurteilte die Brüder zu je 15 Monaten Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Als Auflage müssen sie 100 Arbeitsstunden leisten beziehungsweise eine Geldbuße von 300 Euro zahlen. Die Mutter erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr.

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Die Angeklagten hatten zwischen Oktober 2009 und Februar 2012 größere Mengen an Metallschrott eingesammelt und diesen an Recyclinghöfe verkauft – offenbar ein lohnendes Geschäft. Teilweise nahmen sie innerhalb eines Jahres mehr als 30 000 Euro ein. In ihren Anträgen auf Sozialleistungen verschwiegen sie allerdings diese Einkünfte.

Angeklagten müssen Leistungen zurückzahlen

Die Staatsanwaltschaft warf der Familie vor, mehr als 20 000 Euro zu viel an Sozialleistungen kassiert zu haben. Die drei Angeklagten müssen die zu Unrecht bezogenen Leistungen zurückzahlen.

Bereits im Juli war der älteste Sohn der Familie wegen ähnlicher Betrügereien zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Seine Ehefrau erhielt eine Bewährungsstrafe von neun Monaten.

Aufgeflogen war der Sozialhilfebetrug durch Ermittlungen des Hauptzollamtes Braunschweig. Fahnder der Finanzkontrolle Schwarzarbeit waren bei einer Überprüfung der Recyclinghöfe auf die Ablieferungsbelege für den Metallschrott gestoßen und hatten daraufhin eine Abfrage bei den Sozialbehörden gestartet.