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Göttingen Gewerkschaft Verdi ruft zu Warnstreiks auf
Die Region Göttingen Gewerkschaft Verdi ruft zu Warnstreiks auf
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15:48 15.03.2012
Von Michael Brakemeier
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Göttingen

„Wie bereits in der vergangenen Woche werden sich in Südniedersachsen neben den Göttinger Verkehrsbetrieben (GöVB), den Müllabfuhren, die kommunalen Kindertagesstätten, die Bauhöfe und Stadtverwaltungen sowie die Sparkassen beteiligen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Demnach würden keine Busse der Göttinger Verkehrsbetriebe fahren und Kindertagesstätten teilweise geschlossen beziehungsweise mit Notgruppen betreut. Die Deponie Deiderode werde geschlossen sein, die Müllabfuhr im Kreis Northeim nicht abgefahren und bei den Versorgungsbetrieben werde es ebenso zu Einschränkungen kommen wie in vielen Verwaltungsbereichen der Städte und Gemeinden.

Nach Angaben von Verdi-Sprecher Lothar Richter werden in Göttingen folgende Einrichtungen bestreikt: GöVB, Stadtverwaltung, Kitas mit Teilschließungen oder mit Notgruppen, Stadtgrün, Bauhof, die Entsorgungsbetriebe, Sparkasse, der Abfallzweckverband Südniedersachsen, der  Landkreis Göttingen und die Stadtwerke. Im Kreis Northeim sind die Stadtverwaltung, vier städtische Kindertagesstätten, die Kreisabfallwirtschaft, der Bauhof, der Eigenbetrieb Abwasser und die Landkreisverwaltung betroffen. In Hann. Münden sollen Stadtverwaltung, das Wasser- und Schifffahrtsamt, die Sparkasse Münden und die Versorgungswerke bestreikt werden. Auch Mitarbeiter der Verwaltungen in Bovenden und Rosdorf wollen sich an den Streiks beteiligen.

Notfahrplan

Die GöVB will am Montag erneut mit einem Notfahrplan „einige Linienverkehre aufrechterhalten“, wie GöVB-Sprecher Manfred Mölder erläutert. Diese Fahrten würden von einem Subunternehmer unternommen, welcher von dem Streik nicht betroffen sei. Weitere Infos gibt die GöVB unter goevb.de und telefonisch 05 51 / 38 44 44 44.

„Mit ihrer Weigerung, in den Tarifverhandlungen ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, provozieren die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes eine Antwort aus den Betrieben“, erklärte Richter. Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst 6,5 Prozent mehr Lohn. Außerdem fordert die Gewerkschaft die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich.