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Göttingen Mögliche Weltkriegsbombe am Schützenplatz in Göttingen entdeckt
Die Region Göttingen Mögliche Weltkriegsbombe am Schützenplatz in Göttingen entdeckt
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18:26 07.10.2019
Die Luftaufnahme vom 2. April 2010 zeigt den Güterbahnhof in Göttingen mit näherer Umgebung. In einer Baugrube in der Nähe des Bahnhofs ist am 26. April 2011 eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Nach dem Bombenfund mussten in Göttingen 12.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Polizei und Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes Hannover beschlossen am Abend, das Stadtgebiet um die Fundstelle großräumig zu evakuieren. Quelle: dpa
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Göttingen

Gibt es am Schützenplatz in Göttingen noch eine Weltkriegsbombe? Die Stadtverwaltung vermutet einen solchen Blindgänger dort. Gewissheit soll eine Untersuchung am Sonnabend, 12. Oktober bringen. Zur Sicherheit will die Stadtverwaltung an diesem Tag alle Gebäude von 7 Uhr an in einem Umkreis von 1000 Metern räumen lassen.

2010 war am Schützenplatz ein Blindgänger detoniert. Dabei waren drei Menschen zu Tode gekommen.

Das weitere Vorgehen will die Göttinger Stadtverwaltung in einem Pressetermin am Montag, 7. Oktober, ab 16 Uhr, erläutern. Wir berichten vom Termin im Liveticker.

Wir die Stadtverwaltung am Nachmittag mitteilt, liege der Blindgänger etwa 2,5 Meter unter der Erde und ist vom Grundwasser umgeben. Um ihn für genauere Untersuchungen zu erreichen, müssten zunächst Brunnen angelegt werden, um das Grundwasser abzupumpen. Anschließend werde ein sogenannter Verbaukasten errichtet, innerhalb dessen sich die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes zum Objekt graben könnten. Diese Vorarbeiten sollen bis Freitag, 11. Oktober 2019, abgeschlossen sein.

Evakuierung der Bevölkerung

Zur Sicherheit sei es erforderlich, die Fundstelle am Sonnabend ab 7 Uhr im Umkreis von 1.000 Metern zu evakuieren und den öffentlichen Raum in diesem Bereich bis voraussichtlich 18 Uhr zu sperren. Betroffen seien etwa 13.500 Menschen sowie etwa 1.400 Gewerbebetriebe. Eine Straßenliste werde derzeit erarbeitet.

Das sind die Evakuierungszentren

Für die Dauer der Sperrung richtet die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben Evakuierungszentren ein: Für Betroffene, die westlich der Bahnstrecke wohnen, stehe dafür die Mensa der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Kurt-Huber-Weg 1-5, 37079 Göttingen, bereit. Betroffene östlich der Bahngleise werden gebeten die Universitätsklinik Göttingen aufzusuchen. Bis zur öffentlichen Entwarnung dürfe die Sperrzone nicht betreten werden. Wer aufgrund eingeschränkter Mobilität auf einen Transport angewiesen ist, könne sich beim Bürgertelefon melden. An die betroffenen Haushalte werden nach Angaben der Stadtverwaltung in den nächsten Tagen mehrsprachige Informationsflyer verteilt. Ein Bus-Sonderverkehr soll die bestehenden Haltestellen im Sperrgebiet ab 7 Uhr bedienen und direkt zu den Evakuierungszentren fahren.

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Von Christoph Oppermann/r

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