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Göttingen Gleichen will Angebot erweitern
Die Region Göttingen Gleichen will Angebot erweitern
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19:27 09.03.2012
Von Ulrich Schubert
In Gleichen viel genutzt: Sammeltaxis, die von Göttingen aus auf Buslinien in die Dörfer fahren.
In Gleichen viel genutzt: Sammeltaxis, die von Göttingen aus auf Buslinien in die Dörfer fahren. Quelle: Vetter
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Gleichen

Es ist ein Vorschlag der Grünen im Rat, der bei allen Fraktionen nur Zuspruch erntete: Künftig soll die AST-Linie 9154 sonnabends nicht erst abends nach Göttingen fahren, sondern ab Beienrode auch schon um 15.30 Uhr. Und sonntags soll um 14 Uhr ein AST-Termin eingeschoben werden. An beiden Wochenendtagen soll es außerdem schon zwischen 18 und 18.30 Uhr – also am früheren Abend - ein zusätzliches Sammeltaxi vom Göttinger ZOB in die Gemeinde geben. Der Rat stimmte während seiner jüngsten Sitzung einstimmig zu.

Im Gleichener Jahresetat sind bereits 15 000 Euro für AST eingeplant. Die Verwaltung geht davon aus, dass diese Summe auch für die zusätzlichen Fahrten ausreichen wird. Denn das besondere am AST ist die finanzielle Beteiligung der Kommunen. Der Fahrgast zahlt den Preis einer Buskarte und einen Aufschlag, die Gemeinde gleicht die Fehlsumme aus.

Nicht nur Jugendliche

Die AST-Angebote schließen Lücken, in denen keine Überlandbusse der RBB mehr fahren. Mit ihrem Zuschuss wollen die Kommunen sicherstellen, dass ihre Bürger zum Beispiel auch am späten Sonnabend aus dem Zentrum ins Dorf kommen. Gedacht war das AST-Angebot vor allem für Jugendliche nach einem Kino- oder Diskobesuch. Inzwischen würden aber auch viele Erwachsene mit AST unterwegs sein, berichteten Politiker im Rat Gleichen. AST-Partner ist neben der DB-Bustochter RBB das Unternehmen Hallo-Taxi. Für die Liniennetze und Abrechnung ist der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) zuständig.  Er trägt seit einigen Jahren auch allein die Kosten für besonders frequentierte AST-Zeiten. Damit entlastet er die Kommunen.

Ob der Posten im Etat der Gemeinde Gleichen künftig für die AST-Fahrten ausreichen wird, ist fraglich. Bisher liegen der Gemeinde nur Abrechnungen bis 2009 vor. Seitdem hat sich die Zahl der Fahrgäste nach Angaben von Hallo Taxi und RBB allerdings deutlich erhöht. Ende 2009 wurden in Gleichen pro Monat gut 100 Fahrgäste registriert, im Januar dieses Jahres waren es über 400. „Nirgendwo läuft Ast so gut wie in Gleichen“, sagt Ulrich Poelschen aus der Göttinger Funktaxi-Zentrale. Allerdings hätten die Gleichener auch das größte Angebot. Bei den Nachbarn rund um Göttingen sehe es ganz anders aus: Nörten, Radolfshausen und Bovenden hätten im Januar gerade 36, 55 beziehungsweise 65 Fahrten gehabt, Rosdorf, Dransfeld, Adelebsen, Friedland und Hardegsen um die 100.